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70 Jahre Kriegsende: Ein neuer Gedenkstein für den Kirchgarten



Wolfenbüttel

70 Jahre Kriegsende: Ein neuer Gedenkstein für den Kirchgarten


Foto: Privat

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Werlaburgdorf. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes hatten Pfarrer Frank Ahlgrim und Landtagsabgeordneter Frank Oesterhelweg zu einer Feierstunde in und an der Johanneskirche eingeladen.

Bereits vor dem Gottesdienst suchten zahlreiche Besucher den Raum der Stille im Kirchturm auf, um dort eine Kerze für die Kriegsopfer und eigene Angehörige anzuzünden. Im Rahmen eines von Organistin Petra Schoenawa und dem Posaunenchor Achim-Hornburg musikalisch begleiteten Gottesdienstes richteten sich beide Veranstalter, die auch vor zehn Jahren eine ähnliche Veranstaltung organisiert hatten, an die Gottesdienstbesucher. Frank Oesterhelweg bezeichnete es als Gnade, dass man 70 Jahre habe in Frieden leben dürfen. Er verwies im Gedenken an die Opfer nicht ausschließlich auf die Gefallenen der Gemeinde, sondern auch auf viele zivile Opfer. Gemeinsam mit Frank Ahlgrim regte er an, im Kirchgarten neben den beiden Ehrenmalen für die Gefallenen einen Gedenkstein für alle "Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewaltherrschaft" zu installieren - beide wollen Organisation und Umsetzung übernehmen. Oesterhelweg meinte, man müsse die richtigen Lehren aus dem Geschehenen ziehen, um solche Katastrophen für die Zukunft zu vermeiden, das sei man den Toten schuldig.


Pfarrer Frank Ahlgrim bezog sich in seiner Predigt auf das bekannte Motto der Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" aus dem Prophetenbuch Micha. Er betonte, dass Frieden stets vor der eigenen Haustür anfängt und es manchmal nötig sei von seinem vermeintlichem Recht abzusehen, um den Frieden zu wahren.

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde im Kirchgarten, wo zusätzlich zu den Fackeln der Freiwilligen Feuerwehr und der Kyffhäuserkameradschaft auch 57 Lichter brannten, eines für jeden Gefallenen aus der Gemeinde Burgdorf. Nach kurzer Ansprache und dem Vater Unser mit Pfarrer Frank Ahlgrim legten beide zu den Klängen des Posaunenchores einen Kranz für alle Kriegsopfer nieder.


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