Braunschweig. Anlässlich der Weihe des Braunschweiger Doms St. Blasii im Jahr 1226 widmet das Braunschweigische Landesmuseum dem Bauwerk und seiner Bedeutung für die Stadtgesellschaft eine große kulturhistorische Ausstellung. 800 Jahre später fragt die Schau nicht primär nach der Baugeschichte der Domkirche, sondern nach der Rolle des Doms für die Menschen in ihrer jeweiligen Zeit. Das teilen die 3Landesmuseen in einer Pressemeldung mit.
Die Ausstellung mit dem Arbeitstitel "800 Jahre Ewigkeit. Die Braunschweiger und ihr Dom" knüpft an die langjährige enge Zusammenarbeit des Braunschweigischen Landesmuseums mit dem Braunschweiger Dom und der Ev.-luth. Landeskirche an, die nicht zuletzt aus der historischen Nachbarschaft von Dom und dem aktuell in Sanierung befindlichen Vieweghaus am Burgplatz erwachsen ist. Die Ausstellung wird vom 13. November 2026 bis 23. Mai 2027 zu sehen sein.
Vom Mittelalter bis in die Gegenwart
In den historischen Räumen des Landesmuseums Hinter Aegidien entfaltet sich auf rund 700 Quadratmetern ein vielschichtiges Panorama vom Mittelalter bis in die Gegenwart: Der Dom als Memorialort der Welfen, als herzoglicher Repräsentationsraum, als nationalsozialistisch überformte Weihestätte und schließlich als Gemeindekirche und touristisches Symbol.
Originalobjekte, Inszenierungen sowie eine familienorientierte Mitmach-Ausstellung zum mittelalterlichen Bauen eröffnen vielfältige Zugänge. Erstmals zu sehen sein wird auch eine digitale 3D-Rekonstruktion des Braunschweiger Doms, die die Zeit um 1226 in den Blick nimmt. Ein kostenfreier Multimedia-Guide verbindet die Ausstellung mit ausgewählten Orten im Dom und verknüpft so Museums- und Stadtraum.
Dombaustelle zum Mitmachen
Parallel wird es ebenfalls ab 13. November 2026 eine neu zusammengestellte Familienausstellung mit dem Titel „Bruneswic anno 1226“ geben. Diese lädt im Landesmuseum Hinter Aegidien Kinder, Familien und Schulklassen dazu ein, das Bauen am Braunschweiger Dom selbst spielerisch zu entdecken. Besucher können mit einem fünf Meter hohen, funktionstüchtigen Laufkran und weiteren Mitmachstationen historische Bautechniken, Materialien und Arbeitsabläufe ausprobieren.

