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A395: Resolution zur Geschwindigkeitsbeschränkung

von Anke Donner


Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen, Klimaschutz und Atommüllrückholung sprach sich für eine Resolution zur Geschwindigkeitsbeschränkung auf der A395 bei Fümmelse aus. Symbolfoto:  Robert Braumann
Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen, Klimaschutz und Atommüllrückholung sprach sich für eine Resolution zur Geschwindigkeitsbeschränkung auf der A395 bei Fümmelse aus. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: Sina Rühland

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28.02.2017

Landkreis. Kreistag und Rat der Stadt wollen eine gemeinsame Resolution zur Geschwindigkeitsbeschränkung auf der A395 bei Fümmelse abgeben. Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen, Klimaschutz und Atommüllrückholung sprach sich am Montag für die Resolution aus.


Der Ausschuss gab einstimmig die Empfehlung an den Kreistag weiter. Die Verwaltung soll nun noch einige Ergänzungen in den Text einpflegen. Dabei soll noch einmal deutlich gemacht werden, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nur ein erster Schritt sein soll und in einem zweiten Schritt weitere Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind. Die Resolution geht im März noch in den Kreistag. Abstimmung mit der Stadt Wolfenbüttel erfolgt weiterhin.

Bereits im November des vergangenen Jahres wurde das Thema Lärmbelästigung im Ortsrat Fümmelse angesprochen. Damals appellierte Fümmelses Ortsbürgermeisterin Hiltrud Bayer an den Bürgermeister Thomas Pink. Nach gescheiterten Versuchen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei Bund durchzusetzen, hoffte man in Fümmelse auf die Unterstützung von Stadt und Kreis. Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink und der SPD-Kreistagsabgeordente Falk Hensel versprachen noch am selben Abend, den Wunsch in die Kommunalpolitik einzubringen (regionalHeut.de berichtete). Die Resolution soll nun an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übergeben werden.

Die Verkehrsmenge auf der A 395 habe in den vergangenen Jahrzehnten ständig zugenommen. Insbesondere seit der Fertigstellung der ehemaligen B 6n (jetzt B 6) bis zur A 14 habe es eine Verlagerung der Verkehre zur A 395 gegeben. Dieses ließe sich unter anderem auch über die Verkehrsmengenkarten 2005 und 2010 der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ablesen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. So betrug die Verkehrsbelastung auf der A 395 im Jahr 2005 rund 26.000 Fahrzeuge, davon rund 1.500 Schwerlastfahrzeuge. Im Jahr 2010 wurden rund 35.000 Fahrzeuge, darunter etwa 2.000 Schwerlastfahrzeuge, gemessen. Die Verkehrsmengen für das Zähljahr 2015 liegen noch nicht vor, jedoch ist von einer weiteren Zunahme auszugehen.

Lärmbelästigung über dem Grenzwert


Aus der Lärmkartierung gemäß EU - Umgebungslärmrichtlinie 2007 des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz lassen sich die Lärmwerte für die A 395 ablesen. Bereits werdeim Bereich der Ortschaft Fümmelse tagsüber eine Lärmbelastung von 56 bis 60 Dezibel (A) angenommen, für nachts eine Lärmbelastung von 51 bis 55 Dezibel. Diese Darstellung beruhe auf den rechnerisch ermittelten Lärmbelastungen durch Hauptverkehrsstraßen. Die Wertefür Fümmelse würden so bereits die Grenzwerte überschreiten.


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