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„Ab heute übernehmen wir“: Auszubildende leiteten eine Station



Goslar

„Ab heute übernehmen wir“: Auszubildende leiteten eine Station


Gruppenbild zum Abschluss des Projekts: Assistenzärztin Oksana Takadzhi, stellvertr. Pflegedirektorin Martina Trübel,  Lehrerin Aline Reinecke, Schülerinnen Carolin Lappich, Lisa Fleckenstein, Sirin Döring, Lehrerin Kathrin Schobeß Foto: Asklepios Kliniken Schildautal
Gruppenbild zum Abschluss des Projekts: Assistenzärztin Oksana Takadzhi, stellvertr. Pflegedirektorin Martina Trübel, Lehrerin Aline Reinecke, Schülerinnen Carolin Lappich, Lisa Fleckenstein, Sirin Döring, Lehrerin Kathrin Schobeß Foto: Asklepios Kliniken Schildautal

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Seesen. „Schüler leiten eine Station“, ein interessantes Projekt der Auszubildenden ging nach Angaben des Klinikums zu Ende: Auch in diesem Jahr hatte ein Kurs der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Seesen die Möglichkeit, die Organisation einer Station zu übernehmen.



Die 19 Schüler, die im Juli 2019 ihr Examen ablegen werden, waren dieses Mal vier Wochen lang auf der Station 22 in den Asklepios Kliniken Schildautal, das ist die Neurologische Frührehabilitation (NFR). Pflegekräfte der Station unter Leitung von Anne Bravin sowie die Projektleiterinnen, Lehrerinnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, Kathrin Schobeß und Aline Reinecke, begleiteten das Vorhaben, das bereits nun zum vierten Mal realisiert wurde.

„Ab heute übernehmen wir – examiniert auf Probe“, war das Motto für die jungen Nachwuchskräfte. Die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger waren in den vier Wochen für die kompletten Abläufe der Station verantwortlich, seit Juli hatten sie sich zuvor auf den Einsatz vorbereitet. Das bedeutete, sie versorgten Patienten, von der Aufnahme bis zur Entlassung, wendeten theoretisches Wissen im Bereich spezieller Pflegekonzepte an. Sie arbeiteten interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammen und verschafften sich damit einen guten Überblick über die Versorgung schwer erkrankter Patienten. Dienstpläne mussten erstellt werden, Stationsleitungen gewählt werden. Auch die Bestellung von Wäsche und Verbrauchsgütern gehörte zu den Aufgaben.



Von Stationsleitung hin zum Dienstplan alles in Eigenregie


„Das Projekt ist reibungslos verlaufen, ein schöner Erfolg und damit eine tolle Motivation für die Nachwuchskräfte“, resümierte Martina Trübel, M.A., Stellvertretende Pflegedienstleitung der Asklepios Kliniken Schildautal, die sich zugleich in den vier Wochen ein gutes Bild von den zukünftigen Gesundheits- und Krankenpflegekräften machen konnte. „Die Auszubildenden lernten so optimal den Übergang von der Theorie in die Praxis kennen“, erläutert Projektleiterin Kathrin Schobeß. „Sie konnten beispielsweise lernen, Entscheidungen zu fällen und Verantwortung zu tragen, wenn auch unter Aufsicht, das waren wertvolle Erfahrungen.“

Vor Beginn der Stationsübernahme galt es, Bewerbungen für die Positionen der Stationsleitung abzugeben und sich einem Auswahlverfahren zu stellen. Ihre erste Aufgabe war, einen Dienstplan zu erstellen, wonach alle Auszubildenden eingeteilt wurden, da Früh-, Spät- und Nachtschicht besetzt werden mussten.

Nach schon einem Tag hatten die Auszubildenden bereits eine gewisse Routine erlangt und mussten nicht mehr für jede Tätigkeit Rücksprache mit ihren Praxisanleitern halten. Auch für diese war das Projekt eine Herausforderung: einerseits mussten sie für Fragen bereitstehen, hatten aber auch die oberste Verantwortung für die reibungslosen Abläufe, denn das Wohl und die Sicherheit der Patienten hat natürlich immer oberste Priorität. Diese wurden am ersten Tag informiert und beobachteten die zukünftigen Gesundheits- und Krankenpflegekräfte genau und waren sehr zufrieden mit den Azubis. „Es hat Spaß gemacht, es ist eine sehr gute Vorbereitung auf das Examen und hat unser Team noch mehr zusammengebracht“, sagte Auszubildender Emre Öksüz, 24. „Vor dem Start war ich schon gespannt, ein wenig aufgeregt, aber das hat sich schnell gelegt. Man muss alles selbst entscheiden, ich habe in den vier Wochen noch vieles gelernt“, sagt Teilnehmerin Carolin Lappich, 24.


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