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Abgeordnete fordert Verbot der Onlinerabatte auf Medikamente


Wirtschaftsökonom Matthias Kunze-Düker und MdB Ingrid Pahlmann in der Südstadt-Apotheke Peine. Foto: Büro Pahlmann
Wirtschaftsökonom Matthias Kunze-Düker und MdB Ingrid Pahlmann in der Südstadt-Apotheke Peine. Foto: Büro Pahlmann Foto: Büro Pahlmann

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12.01.2017

Peine. Das EuGH-Urteil vom vergangenen Jahr zur Gewährung von Rabatten auf verschreibungspflichtige Medikamente bei Versandapotheken steht in Peine auf dem Prüfstand: Apotheken sollen weiterhin für gute Beratungen stehen und wettbewerbsfähig bleiben.



Firmenbesuch in der Südstadt-Apotheke in Peine: Die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann und der Wirtschaftsökonom Matthias Kunze-Düker trafen sich in der größten freien Apotheke Niedersachsens, in der in zwei Filialen rund 18 Mitarbeiter/innen beschäftigt sind.

Anlass des Gespräches war das Urteil des EuGH aus dem vergangenen Jahr, das Versandhandelsapotheken die Möglichkeit von Rabatten auf verschreibungspflichtige Medikamente erlaubt. Ingrid Pahlmann kommentiert: „Das Urteil des EuGH hat für einige Irritationen auf dem Apothekenmarkt gesorgt. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die wertvolle Beratung der Apotheken vor Ort weiterhin gewährleistet werden kann. Hinzu kommt, dass allein in der Stadt Peine Apotheken an Platz Sieben der Gewerbesteuerzahler stehen. Ich befürworte daher den ersten Aufschlag von Gesundheitsminister Gröhe (CDU), der ein Verbot der Rabatte vorsieht. Sobald der Gesetzentwurf in den Bundestag geht, werde ich mich dafür einsetzen, dass unsere Apotheken wettbewerbsfähig bleiben und so den wichtigen Dienst am Menschen leisten können.“

Im Verlauf des Gespräches erläuterte Kunze-Düker alternative Handlungsmöglichkeiten aus seiner Sicht. Ingrid Pahlmann versprach, die unterschiedlichen Optionen mit in die zuständigen Gremien des Bundestags zu nehmen und in die Diskussion einfließen zu lassen: „Gerade weil wir uns in einem noch sehr frühen Stadium der Gesetzgebung befinden, freue ich mich über Informationen aus der Praxis. Nur so können wir Gesetze erlassen, die den Betroffenen tatsächlich helfen. Ich danke Herrn Kunze-Düker für den informativen Austausch und stehe gern für weitere Gespräche zur Verfügung“, so die CDU-Abgeordnete für Peine abschließend.


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