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Abschied von Dr. Bernd Huck



Braunschweig

Abschied von Dr. Bernd Huck

von Robert Braumann


Fotos: Siegfried Nickel
Fotos: Siegfried Nickel Foto: Siegfried Nickel

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Braunschweig. Zum Tod von Dr. Bernd Huck erreichte uns ein Schreiben von Dr. Burkhard Budde, CDU Kreisverband Braunschweig. Es wird ungekürzt und unkommentiert veröffentlich.
Ein Bewegter hat über Braunschweig hinaus viel bewegt: Dr. Bernd Huck, der plötzlich und unerwartet am 14. Februar 2016 im Alter von 67 Jahren in der Stadt Heinrichs des Löwen starb, war nicht nur als Rechtsanwalt und Notar erfolgreich, sondern auch in der Politik, Kultur und Kunst. Zur Trauerfeier am 24. Februar in der Braunschweiger St. Magnikirche kamen viele Weggefährten, auch die aus seinem überregionalen Freundeskreis, unter ihnen Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Pfarrer Henning Böger, der die Feier leitete, würdigte den Verstorbenen als einen „kompetenten Gesprächspartner“ und „klugen Kopf“. Angesichts von Abschied und Verlust, Trauer und Schmerz könne man Gott Vertrauen schenken, der am Ende eines Lebens ein „Mehr an Leben“ bereithalte. Meine Erinnerungen an den Politiker Bernd Huck – er war von 1992 bis 2002 Kreisvorsitzender der CDU Braunschweig - beginnen 1994, als ich nach Braunschweig umgezogen war, und Bernd Huck mich bat, in seinem Kreisvorstand mitzuarbeiten.

In der gemeinsamen politischen Arbeit begegnete mir eine unabhängige und kritische Persönlichkeit, die sich eine eigene Meinung bilden und engagiert vertreten konnte, auch wenn oder gerade weil sie nicht immer für alle bequem war. Beeindruckend war sein engmaschiges Netzwerk von Beziehungen in und für Braunschweig sowie in der Bundespartei. Seinen Mut, dem politischen Zeitgeist und Stimmungen zu widerstehen, haben viele geachtet, aber auch gefürchtet. Mit seinem politischen Profil konnte er unbequem sein, sozial aber ebenso verständnisvoll und fürsorglich. Mittelmaß und Anpasserei, Karriere um (fast) jeden Preis waren ihm ein Dorn im Auge. Und er wusste, dass es auch ein Leben jenseits der Politik gibt. Dass er christliche Wurzeln hatte, die ihm Kraft, Halt und Orientierung in seinem Leben gaben, machte auch die Auswahl der Lieder deutlich, die er sich im Blick auf seine Trauerfeier gewünscht hatte, zum Beispiel der Choral „Jesus lebet, mit ihm auch ich“. Ganz offensichtlich hat er den Glauben an die schöpferische und versöhnende, unendliche und unbedingte Liebe Gottes geteilt, von der sinnstiftende und befreiende Bewegungen im Hier und Jetzt ausgehen. Und ein Beweger wie Bernd Huck, der selbst bewegt war, bewegt in der Erinnerung an ihn Bleibendes. Dr. Burkhard Budde

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Auch Christian Wulff war unter den Trauergästen. Foto:


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