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AfD fordert Gesundheitsnachweis für Kindergarten-Kinder



Wolfenbüttel

AfD fordert Gesundheitsnachweis für Kindergarten-Kinder

von Werner Heise


Die AfD will auch einen Impfnachweis zur Pflicht machen. Symbolbild: Nicole Wiedemann
Die AfD will auch einen Impfnachweis zur Pflicht machen. Symbolbild: Nicole Wiedemann Foto: Nicole Wiedemann

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Wolfenbüttel. Die AfD-Stadtratsfraktion fordert vor der Aufnahme von Kindern in Kindertagesstätten die zwingende Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses über das Freisein von ansteckenden Krankheiten. Außerdem sollten Eltern eine vollständige Impfbescheinigung vorlegen müssen. Begründet wird dies mit einem "bestmöglichen Schutz in der Kita."



Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Heid habe in der jüngsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Jugend und Soziales einen entsprechenden Änderungsantrag für die Kindertagesstätten-Satzung eingebracht, der jedoch abgelehnt wurden sei. In einer Pressemitteilung äußert er nun die Vermutung, dass allein die Tatsache, dass die AfD diesen Antrag gestellt habe, der Grund für die Ablehnung sei.

Aus "kann" soll "muss" werden


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Klaus-Dieter Heid. Foto: AfD




Bislang sieht die Satzung keine zwingende Regel vor. „Vor Aufnahme eines Kindes kann die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses über das Freisein von ansteckenden Krankheiten gefordert werden", heißt es dort. Heid meint nun, "dass es sicher einfach sei, das Wort 'kann' durch 'muss' zu ersetzen, um einen bestmöglichen Schutz in der Kita zu gewährleisten." Aus Sicht von Heid ist es Teil der Verantwortung jeder Kita, für optimalen Schutz der Kinder zu sorgen, indem sich die betreffende Kita vor der Aufnahme eines Kindes eine Unbedenklichkeitsbescheinigung eines Arztes vorlegen lässt.

Pflicht zur Vorlage der Impfbescheinigung gefordert


Heid beanstandet, dass es unmöglich sein könne, dass die Kita-Leitung durch oberflächliche Inaugenscheinnahme des Kindes befähigt sei, den Gesundheitsstatus eines Kindes zu beurteilen. "Die Kita-Leitung kann und darf keinerlei Diagnosen erstellen, zu denen eben nur ein Arzt berechtigt ist, auch dann, wenn die Vorsitzende des Ausschusses, Frau Elke Wesche, dies offenbar anders sah", so der AfD-Fraktionsvorsitzende. "Die Zunahme an infektiösen Krankheiten, die eigentlich schon als 'ausgerottet' galten, erfordert einen bestmöglichen Schutz aller Kita-Kinder, aber auch des Betreuungspersonals. Tuberkulose, Krätze, aber auch Influenza, Scharlach, Windpocken, Masern, Mumps, Magen-Darm-Infekte sowie Flohbefall sind allesamt Krankheiten, die nur zum Teil 'sichtbar' sind, aber in jedem Fall nicht in eine Kita gehören!", meint Heid und sieht außerdem die zwingende Vorlage einer vollständigen Impfbescheinigung vor Aufnahme in eine Kita zwingend erforderlich.


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