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AfD kritisiert "Totalausfall der Kommunikation in Halchter"



Wolfenbüttel

AfD kritisiert "Totalausfall der Kommunikation in Halchter"


Die AfD kann nicht verstehen, wie es zu einem mehrtägigen Ausfall des Telefonnetzes kommen kann und äußert Kritik. Symbolfoto: Alexander Panknin
Die AfD kann nicht verstehen, wie es zu einem mehrtägigen Ausfall des Telefonnetzes kommen kann und äußert Kritik. Symbolfoto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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Halchter. Die AfD im Rat der Stadt äußert sich kritisch über den Ausfall des Telefonnetzes. Mehrere Tage war der Wolfenbütteler Ortsteil von der Kommunikations-Welt abgeschnitten (regionalHeute.de berichtete). In einem modernen Deutschland dürfe so etwas nicht passieren, so die AfD.



Vom 1. Juni gegen Nachmittag bis zum 4. Juni, Punkt 16:54 Uhr, sei für die meisten Menschen in Halchter urplötzlich die Kommunikation zusammen gebrochen, so die AfD. Mit dem Ausfall des Festnetz-Telefons und des Internet hätten die Kabel-Kunden, also Vodafone-Kunden, auch noch auf Fernsehen verzichten müssen.

"Am Freitag versuchte ein Bürger aus Halchter über das Kabel-Portal abzufragen, wann denn mit einem Ende der Störung zu rechnen sei. Die automatisierte Antwort lautete: „in 22 Stunden“! Und tatsächlich war zu diesem Zeitpunkt alles wieder gut, bis es am Folgetag erneut zum Totalausfall kam. Dieses Mal war die automatisierte Antwort: „Leider können wir keinen Termin nennen. Wir bitten um Entschuldigung“. Fast vier Tage ohne Telefon, ohne Internet und ohne Fernsehen. In einem hochtechnisierten Land wie Deutschland eigentlich undenkbar. Doch die Antwort der Telekom, wieso denn die Störung nicht schneller beseitigt werden könne, hieß lapidar, dass „…am Wochenende nicht gearbeitet werde", berichtet AfD-Ratsherr Klaus-Dieter Heid.



Klaus-Dieter Heid. Foto: privat



Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt fragt, was denn über einen so langen Zeitraum Menschen machen sollen, die auf eine Festnetz-Kommunikation angewiesen sind? Was, wenn alte Menschen, die eben kein Smartphone zur Hand haben, einen Notfall erleben und nach Hilfe rufen müssen? Was, wenn nicht einmal die Polizei oder ein Krankenwagen gerufen werden kann? Was, wenn man nicht mehr den Nachbarn anrufen kann, weil man Hilfe braucht?



Es sei ein Unding, dass seitens der Landes- und Bundesregierung stets die „Hochtechnologie“ Deutschlands betont wird, während sich sowohl die Infrastruktur wie auch arbeitstechnische Umsetzung auf einem Level befinde, über den selbst manches Entwicklungsland mitleidig lächele.

"Es ist dringend über Lösungen nachzudenken, wie kranke und alte Menschen, die in Notsituationen auf Hilfe angewiesen sind, diese Hilfe auch bekommen können. Außerdem empfiehlt die AfD im Rat der Stadt auch, dass in derartigen „Total-Ausfallsituationen“ immer Nachbarn an ihre vielleicht gebrechlichen und hilfebedürftigen Nachbarn denken und ihnen ihre Hilfe anbieten. Ein Totalausfall von vier Tagen kann dramatische Folgen haben, die in einem Industrieland, das technischer Vorreiter sein will, unmöglich ignoriert werden dürfen", fordert die AfD.

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