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AfD-Versammlung mit hoher Polizeipräsenz, aber ohne Vorfälle



Wolfenbüttel

AfD-Versammlung mit hoher Polizeipräsenz, aber ohne Vorfälle

von Anke Donner


Am Mittwochabend lud der AfD-Kreisverband Wolfenbüttel/Salzgitter zu einer Vortragsveranstaltung in das Dorfgemeinschaftshaus Kissenbrück ein. Fotos: Anke Donner
Am Mittwochabend lud der AfD-Kreisverband Wolfenbüttel/Salzgitter zu einer Vortragsveranstaltung in das Dorfgemeinschaftshaus Kissenbrück ein. Fotos: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Kissenbrück. Am Mittwochabend lud der AfD-Kreisverband Wolfenbüttel/Salzgitter zu einer Vortragsveranstaltung in das Dorfgemeinschaftshaus Kissenbrück ein. Unter einem relativ hohem Polizeiaufgebot fand die Versammlung statt, in der der niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Armin–Paul Hampel einen Vortrag zur Flüchtlingskrise hielt.

Schätzungsweise 80 Besucher fanden an diesem Abend den Weg ins Dorfgemeinschaftshaus, in das sie nur nach vorheriger Taschenkontrolle gelassen wurden. Nicht ohne Grund, wie der AfD-Kreisvorsitzende Jürgen Pastewsky zu Beginn der Veranstaltung erklärte. Auf Bitten der Partei erschien die Polizei mit drei Streifenwagen, sowie einem Bus auf dem Gelände, da man seitens der Partei Unruhen befürchtete. Über die sozialen Netzwerke habe es Warnungen gegeben, verkündete Pastewsky. Zu Zwischenfällen kam es jedoch nicht und die Polizei konnte noch während der Versammlung wieder abrücken. Bevor der AfD-Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel das Rednerpult übernahm, griff Pastewsky noch einmal die abgesagte Veranstaltung in Schöppenstedt auf (regionalHeute.de berichtete) und erklärte, dass dieser Vorfall ein Grund dafür sei, dass man sich nun als Veranstaltungsort ein Dorfgemeinschaftshaus aussuchte. Hier gäbe es keine Wirte, die kurzfristig absagen würden.



Auf Bitten der AfD herrschte vor dem DGH hohe Polizeipräsenz. Foto: Anke Donner



Armin-Paul Hampel ging in seinem rund eineinhalbstündigen Vortrag auf die Flüchtlingskrise und die aus seiner Sicht damit verbundene Problematik ein. Der Ursprung der Flüchtlingskrise sei laut Hampel in der falschen Verfahrensweise der Bundesregierung und der Europapolitik zu suchen. Gelder der Flüchtlingshilfe würden falsch angelegt oder unzureichend verteilt werden. Es wurden Fehlentscheidungen bei den Einreisekontrollen getroffen, die zu einem unkontrollierbaren Zustrom führten. Ja, man wolle helfen, versicherte Hampel. Besonders in Krisenzeiten. Aber dies als selbstbestimmtes Deutschland. Deshalb sei es Aufgabe und Ziel der AfD, konstruktive Vorschläge zu liefern, wie man der Flüchtlings-Misere beikommen kann.


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