Sie sind hier: Region >

AfD will Opfern der Novemberpogrome separat gedenken



Wolfenbüttel

AfD will Opfern der Novemberpogrome separat gedenken

von Werner Heise


Klaus-Dieter Heid, Fraktionsvorsitzender der AfD im Rat der Stadt Wolfenbüttel. Foto: Werner Heise
Klaus-Dieter Heid, Fraktionsvorsitzender der AfD im Rat der Stadt Wolfenbüttel. Foto: Werner Heise Foto: Werner Heise

Artikel teilen per:

Wolfenbüttel. Die Kreis- und Stadtratsfraktionen der Alternative für Deutschland (AfD) wollen am heutigen Mittwoch um 12 Uhr am Gedenkstein vor der Herzog-August-Bibliothek aller jüdischen Opfer der Reichspogrome gedenken. Der großen Gedenkfeier um 17 Uhr schließt man sich nicht an.



"Dass ein 'Bündnis gegen Rechtsextremismus' in Kooperation mit der Stadt Wolfenbüttel agiert, drängt dem Betrachter die Frage auf: Gibt es in Wolfenbüttel ein Problem mit Rechtsextremismus? Und suggeriert der Name dieses Bündnisses nicht auch, dass man auf dem 'linken Auge' blind ist?", fragt der AfD-Stadtfraktionsvorsitzende, Klaus-Dieter Heid und verkündet: "Wir, die Alternative für Deutschland im Rat der Stadt Wolfenbüttel, wenden uns gegen jede politisch instrumentalisierte Gewalt, egal ob von links oder von rechts! Die bewusste Unterscheidung, beziehungsweise das bewusste Weglassen einer real existierenden 'linken Gewalt' ist heuchlerisch und manipulativ und entspricht nicht der Realität!" Gewalt gegen Christen durch Muslime, Gewalt von Muslimen an Muslimen, von Christen an Christen, von Linksradikalen an Andersdenkenden, von Rechtsradikalen an Andersdenkenden, von Ethnien an Ethnien, von jedweden Fanatikern an friedlichen Menschen – das alles seien zu verurteilende Handlungen, die durch suggestive Differenzierung zu einseitiger Betrachtung führen würden, so Heid.

Kritik an Flüchtlingspolitik




An diesem besonderen Tag gelte es aber auch, das Bewusstsein für jede Form politisch instrumentalisierter Gewalt zu schärfen. In einer Pressemitteilung der AfD heißt es hierzu weiter:

"Der Nationalsozialismus ist überwunden, weitestgehend auch der internationale Radikal-Sozialismus mit seiner Gewalt-Doktrin. Deutschland kann vereint in Frieden leben. Aus diesem Grund darf das an Juden verübte Unrecht keine Wiederauferstehung in Form von Gewalt an Christen erleben. Religiöser Fanatismus gegen Christen, Muslime und Andersdenkende ist grundsätzlich zu verurteilen. Dass so genannte „Neubürger“ muslimischen Glaubens auf öffentlichen Kundgebungen lauthals skandieren: „Juden ins Gas…!“ ist ein unerträglicher Zustand, der auch dem Umstand geschuldet ist, dass hunderttausende Menschen unkontrolliert in unser Land einreisen durften.

Judenhass ist kein Privileg ewig Gestriger, sondern ist aktuell auch ein gefährliches Phänomen religiöser Fanatiker nicht-christlichen Glaubens, die in Deutschland eine Plattform zum Ausleben ihrer Gewaltphantasien finden. Eine Differenzierung jedweder Gewalt spaltet die Stadt wie auch das Land und führt dazu, dass Menschen sich nicht objektiv und ehrlich informiert fühlen. Umso mehr ist es die Pflicht des Staates, Gewalt und Unrecht zu bekämpfen und allen Andersdenkenden das Recht auf freie Meinungsäußerung im Rahmen unserer freiheitlichen Grundordnung zu garantieren! Wir gedenken am 09. November 2016, 12:00 Uhr am Gedenkstein vor der Herzog-August-Bibliothek den Opfern der Novemberpogrome und allen Opfern politisch instrumentalisierter Gewalt!



zur Startseite