Region. Auf eine Anfrage der Landtagsfraktion der Grünen hat die Landesregierung Zahlen zu rechtsextremen Straftaten offengelegt. Es sei eine klare Tendenz in Niedersachsen zu erkennen, ein Alarmsignal für unsere Region. So ist sich der grüne Landtagsabgeordnete Christian Schroeder aus Wittingen sicher. In einer Pressemitteilung warnt er vor der Entwicklung.
Die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Niedersachsen sei zuletzt massiv angestiegen und erreiche bedenkliche Höchststände. Die Polizei registrierte insgesamt 2.245 Fälle mit einem rechtsmotivierten Hintergrund. 2022 waren es noch 1.546 Fälle. In 62 Fällen wurden Gewaltdelikte mit rechtsextremem Hintergrund begangen. Auch in der Region Braunschweig-Wolfsburg verzeichneten die Ermittlungsbehörden im Jahr 2023 und insbesondere in dessen beiden letzten Quartalen mehr Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund als im Jahr zuvor.
Anstieg der rechtsextremen Straftaten
Deutliche Anstiege in allen Feldern des Rechtsextremismus
Der Anstieg der Zahl rechtsmotivierter Straftaten sei ein Alarmsignal, so Schroeder. „Die Politik ist deswegen gefordert, den Kampf gegen die Feinde der Demokratie immer weiter zu stärken. Das tun wir unter anderem durch eine Stärkung der Zivilgesellschaft, aber auch durch klare Kommunikation über die Bedrohung der Demokratie von rechts, auch im niedersächsischen Landtag“, sagt der Landtagsabgeordnete der Grünen.
Die wehrhafte Demokratie zu stärken, sei auch Ziel eines Antrags, den SPD und Grüne in der kommenden Woche in den Landtag einbringen. Darin geht es unter anderem darum, niedersächsische Sicherheitsbehörden weiter zu stärken, die Bandbreite der Eingriffsmöglichkeiten gegen Rechtsextremisten zu prüfen und zugleich Forschung zu und Anerkennung von rechter Gewalt auszubauen.