Altbischof würdigt 20 Jahre Erklärung zur Rechtfertigungslehre


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Braunschweig/Wolfenbüttel. Altbischof Dr. h.c. Christian Krause (Wolfenbüttel) sieht deutliche Fortschritte im ökumenischen Gespräch. Dazu habe die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre beigetragen, die vor 20 Jahren vom Lutherischen Weltbund (LWB) und der römisch-katholischen Kirche in Augsburg unterzeichnet wurde. Es habe sich damals die Chance eröffnet, einen Jahrhunderte alten Streit zwischen den Konfessionen zu beenden, betont er in einem Interview mit dem Magazin „Evangelische Perspektiven“. Die Landeskirche in Braunschweig berichtet in einer Pressemitteilung.


Krause, der bis heute als Berater in ökumenischen Fragen tätig ist, sieht auf der katholischen Seite eine große Wertschätzung der lutherischen Kirche. Es stimme nicht, wie gelegentlich in Deutschland behauptet werde, dass das Bekenntnis abgrenze und den Konfessionalismus fördere: „Wenn wir eine ökumenische und internationale Perspektive einnehmen, ist genau das Gegenteil der Fall.“

Krause vertritt außerdem die Auffassung, dass die Kirchen ihre Rolle für Deutschland, Europa und im globalen Zusammenhang neu definieren müssen: „Das Christsein ist nicht mehr durch irgendwelche Institutionen einzufangen.“ Die Menschen würden sich zunehmend in Gruppierungen zusammentun und darin auch geistliche Gemeinschaft finden. Am 6. Januar 2020 feiert er seinen 80. Geburtstag.

Im Titelthema berichtet die neue Ausgabe des Magazins der Landeskirche Braunschweig außerdem über die 100 Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger im Braunschweiger Land. Knapp zwei Drittel von ihnen sind ehrenamtlich tätig. Dazu finden sich zusätzliche Informationen und Hintergründe auf dem YouTube-Kanal der „Evangelischen Perspektiven“.

Die neue Ausgabe beschreibt darüber hinaus, wie die „Christenlehre“ in Calvörde auch 30 Jahre nach Ende der DDR noch ein erfolgreiches Modell des kirchlichen Religionsunterrichts ist. Und eine neue Reihe stellt die Kreisstellen der Diakonie im Braunschweiger Land vor.

Die „Evangelischen Perspektiven“ sind wieder kostenlos an alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Landeskirche versandt worden. Das Magazin ist auch als digitale Ausgabe auf der Internetpräsenz www.landeskirche-braunschweig.de verfügbar.


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