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Altenhagen Bat-Night - Jeder kann etwas für Fledermäuse tun


Thomas Keller und 15 Kinder mit Fledermauskasten und Fledermausattrappe vor der
Fledermaussuche mit den Detektoren. Foto: BUND
Thomas Keller und 15 Kinder mit Fledermauskasten und Fledermausattrappe vor der Fledermaussuche mit den Detektoren. Foto: BUND Foto: BUND

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30.08.2017

Salzgitter. Bei der dritten Bat-Night war wie in den Jahren zuvor das Exkursionsziel am Abend das Gelände um das Waldhaus Altenhagen, das sich auch diesmal wieder als guter Beobachtungsplatz für Fledermäuse herausstellte. Die Nachfrage der jungen Teilnehmer war wieder so groß, dass einige Interessenten auf das nächste Jahr vertröstet werden mussten.



„Wenn im Garten auch ältere Bäume und Wildpflanzen stehen dürfen und bei der Renovierung des Hauses nicht alle Öffnungen am Bau geschlossen werden, hat man schon viel für die gefährdeten Fledermäuse getan,“ erläuterte Thomas Ohlendorf vom BUND Salzgitter, was jeder zum Schutz der geheimnisvollen Nachtjäger tun kann.

Bei Kaffee, Apfelsaft von der Streuobstwiese und Kuchen lauschten fast fünfzig Besucher in zwangloser Runde den Ausführungen von Thomas Keller. Der BUND Salzgitter hatte den Fledermaus Experten zum zweiten mal zum Vortrag in das Waldhaus eingeladen. Keller, der auch Regionalbetreuer für den Fledermausschutz im Landkreis Helmstedt ist, erklärte, welche Fledermäuse es bei uns gibt und wie die Flugkünstler leben. Jede von den Frage, die von den interessierten Kindern kam, wurde ausführlich beantwortet und damit die Basis für die Exkursion auf dem Gelände vorbereitet.

Die Fledermäuse konnten mit einem Detektor aufgespürt werden


Es gibt Fledermausarten, die beziehen ihre Quartiere überwiegend in Baumhöhlen. Die sogenannten „Baumfledermäuse“ leiden darunter, dass es nur wenige geeignete Baumbestände gibt. Die Tiere finden kaum noch Baumhöhlen. Eine Hilfsmaßnahme für diese „Baumfledermäuse“ ist das Aufhängen von Fledermauskästen. Diese Kästen dienen als Ersatz für Baumhöhlen. Den Jungen und Mädchen wurde Hilfestellung beim Zusammenbau von vorgefertigten Fledermauskästen mit dem Akkuschrauber gegeben. Die Kästen konnten mitgenommen werden. Nach dem Grillen an der Feuerschale begann der zweite und wichtigste Teil des Aktionstages. Für die Suche nach Fledermäusen war Dämmerung nötig. Thomas Keller hatte für alle teilnehmenden Kinder einen einfachen Detektor dabei. Mit diesem Gerät konnten Fledermäuse aufgespürt werden.

Da Fledermäuse Geräusche erzeugen, die in der Frequenz sehr viel höher liegen als das menschliche Ohr sie wahrnehmen kann, wandelt der Detektor die Ultraschalltöne in hörbare Laute um. Es war kein langes Suchen nötig. Schnell erkannten die Kinder die Laute der Zwergfledermaus auf der Streuobstwiese und über dem Teich. Besonders unter der mächtigen Eiche tackerten die Detektoren, als die Flugkünstler dort nach Nahrung suchten. Man merkte es den Besuchern an diesem Abend an, dass Fledermäuse eine besondere Faszination auf den Menschen ausüben.


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