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Angst um 200 Arbeitsplätze bei Vivento: SPD stellt Eilantrag



Braunschweig

Angst um 200 Arbeitsplätze bei Vivento: SPD stellt Eilantrag


Seit Jahren bangen die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Wie hier auf der Demo bereits 2014. Foto: Sina Rühland
Seit Jahren bangen die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Wie hier auf der Demo bereits 2014. Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Auch an Braunschweigs Kommunalpolitik gehen die Meldungen über die geplante Schließung des hiesigen Standorts der Telekom-Tochter Vivento Customer Services GmbH in Braunschweig nicht spurlos vorbei.



„Es geht hier immerhin um das Schicksal von über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das können wir nicht ignorieren“, betont Annegret Ihbe, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Diese wird das Thema mit einer Dringlichkeitsanfrage in die Ratssitzung am Dienstag, 4. September, tragen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte das Thema mit einem offenen Brief öffentlich gemacht. Demnach soll der Braunschweiger Standort der Vivento Customer Services GmbH, einer Tochter der Deutschen Telekom AG, Anfang 2019 nach mehreren Kürzungsrunden endgültig schließen. Die verbliebenen Mitarbeiter sollen anschließend am Standort Hannover eingesetzt werden. „Auf den ersten Blick mag dies vertretbar erscheinen. Tatsächlich arbeiten dank vorheriger Schließungen bereits Mitarbeiter aus dem Großraum Leipzig am Standort Braunschweig, die dafür Anfahrtswege von bis zu zwei Stunden auf sich nehmen müssen. Eine weitere Standortverlagerung ist damit nicht hinnehmbar“, so Ihbe.


Durch die Anfrage erhofft sich die SPD-Fraktion nun, Hintergründe zu der Schließung zu erfahren: „Wir wollen klären, ob die Vorwürfe von Verdi erhärtet werden können“, sagt Ihbe. Ferner soll die Verwaltung durch die Anfrage gebeten werden, in Gespräche mit der Konzernleitung und dem Betriebsrat einzutreten: „Vielleicht ergibt sich ja noch eine Möglichkeit, den Standort durch politische Intervention weiter erhalten zu können. Den betroffenen Mitarbeitern wäre dies zu wünschen“, so Ihbe. Diese bringt dafür auch flexible Arbeitsmodelle wie Home Office ins Spiel.

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