Apothekensterben verhindern: Glosemeyer appelliert an Gesundheitsminister

Apotheken seien wichtig: "Ihre Bedeutung geht über das bloße Verkaufen von Medikamenten hinaus."

Immacolata Glosemeyer.
Immacolata Glosemeyer. | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Region. Das zunehmende Apothekensterben habe besorgniserregende Auswirkungen auf die Versorgung der Menschen - auch in unserer Region. Der morgige Streik in den Apotheken (regionalHeute.de berichtete) soll auf die Missstände und Probleme, mit denen sich Apotheken aktuell konfrontiert sehen, hinweisen. Für die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer ist ein rasches Handeln seitens der Bundesregierung unabdingbar.



Für Glosemeyer ist klar, dass Apotheken eine wichtige Bedeutung in unserer Gesellschaft zukäme: „Apotheken sind nicht nur unverzichtbare Anlaufstellen für Medikamente, sondern auch wichtige Gesundheitsberater und Versorgungszentren. Ihre Bedeutung geht über das bloße Verkaufen von Medikamenten hinaus. Das pharmazeutische Personal sind ausgebildete Experten, die in der Lage sind, spezifische Fragen und Anliegen der Kundinnen und Kunden zu beantworten und zu beraten. Sie bieten nicht nur Medikamente an, sondern auch andere Gesundheitsprodukte wie Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikprodukte und medizinische Geräte. Durch ihre Arbeit und ihr Engagement tragen Apotheken zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei. Ihr Fehlen kann die Versorgungssicherheit gefährden und den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten erschweren, insbesondere für ältere und chronisch kranke Menschen, die auf regelmäßige Medikamenteneinnahme angewiesen sind."

Glosemeyer nimmt Bundesgesundheitsminister in die Pflicht


Die Landesregierung habe die Sicherung der Vor-Ort-Apotheken im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Einen ersten Schritt in diese Richtung habe man bereits mit der Abschaffung des Schulgeldes für die Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) getan. So würde man dem Fachkräftemangel entgegentreten. Zudem setze sie sich dafür ein, dass auf Bundesebene beim Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) nachgebessert werde. Das umfasse zum Beispiel die stark kritisierte Retaxierung.

"Fakt ist für uns: Es geht um mehr als nur Versorgungslücken", so die Landtagsabgeordnete. Aus Gesprächen mit Apotheken vor Ort wisse sie, dass die Mitarbeiter durch viele bürokratische Hürden vor immensen Mehraufgaben stehen würden. "Ich appelliere deshalb an unseren Bundesgesundheitsminister, hier nachzubessern und dem Apothekensterben aktiv entgegenzutreten. Nur so können wir die Versorgung vor Ort erhalten.“


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