Braunschweig

Arbeitsplatz-Abbau in der Region: SPD prangert Missstände an

Der Vorstand des SPD-Bezirks Braunschweig kritisiert unter anderem die Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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11.10.2020

Braunschweig. MAN, Continental, Salzgitter-AG – die Hiobsbotschaften zu geplanten und in dieser einschneidenden Form selten dagewesenen Stellenstreichungen in unserer Region reißen nicht ab, so die SPD in einer Pressemitteilung. Der Vorstand des SPD-Bezirks Braunschweig sehe diese Entwicklung mit größter Sorge.



Es sei nicht hinnehmbar, dass Management-Fehler der Vergangenheit nun unter dem Deckmantel der Corona-Pandemie und auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer korrigiert werden sollen. Kein Verständnis habe die SPD außerdem dafür, dass Arbeitsplätze ins billigere Ausland verlagert werden, Unternehmen zugleich aber ihre regionale Identität und das Label "Made in Germany" herausstellen würden. "Es steht zu befürchten, dass die Arbeitsplatzstreichungen mittelfristig auch die gesamte Region treffen werden. Damit einhergehend nicht nur Wirtschaftskraft, sondern auch Kaufkraft verloren geht, wodurch wiederum die Kommunen, die durch die Krise ebenfalls arg gebeutelt sind, dringend nötige Steuereinnahmen verlieren", heißt es weiter in der Mitteilung.

"Als SPD-Bezirk Braunschweig werden wir unser gesamtes politisches Gewicht einsetzen, um uns diesem Trend entgegenzustellen. Wir stehen Seite an Seite mit den Beschäftigten in der hiesigen Industrie, den Betriebsräten und Gewerkschaften. Unsere Region ist durch eine starke und vielschichtige Industrie zu Wohlstand gekommen. Wir leben hier von den tausenden Beschäftigten in der Produktion, in den Großkonzernen genauso wie in den Zulieferbetrieben. Deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass dieses Erfolgsmodell, um das uns einige Regionen in Deutschland beneiden, durch die Corona-Pandemie infrage gestellt wird. Wir fordern vielmehr Sicherheit für die Beschäftigten und ihre Familien, verbindliche Zusagen zu ihrer Zukunft und vor allem grundsätzliche Perspektiven und Konzepte seitens der Unternehmerseite: Statt Strukturen zu verschlanken und Kosten zu drücken, müssen jetzt dringend nötige Investitionen in die Zukunft getätigt werden. Dazu müssen die Umstellungen auf Digitalisierung und moderne Technologien im Einklang mit der Arbeitnehmerseite in Angriff genommen werden."

Die Bundesregierung und auch die SPD-geführte Landesregierung stelle hierfür vielfältige Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Corona dürfe nicht nur als Krise, sondern auch als Chance verstanden werden, Dinge nachhaltig zu verbessern.


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