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ART MOBIL: Schule-Museum-Shuttlebus bekommt neues Gesicht

von Sandra Zecchino


Angela Kleinhans, Leiterin Sponsoring der Volkswagen Financial Services, und Direktor Dr. Ralf Beil, umrundet von drei Klassen der Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums Kleine Burg, Braunschweig. Fotos: Sandra Zecchino
Angela Kleinhans, Leiterin Sponsoring der Volkswagen Financial Services, und Direktor Dr. Ralf Beil, umrundet von drei Klassen der Jahrgangsstufe 5 des Gymnasiums Kleine Burg, Braunschweig. Fotos: Sandra Zecchino Foto: Sandra Zecchino

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22.03.2017

Wolfsburg. Nachdem in 15 Jahren Kooperation zwischen dem Kunstmuseum Wolfsburg und dem Volkswagen Financial Services fast 70.000 Schüler das Museum besuchen konnten, wurde es Zeit für ein neues Gesicht. Am heutigen Mittwoch wurde der neue Bus offiziell vorgestellt.



Vor 14 Jahren, im Oktober 2012, startete das Projekt "Schule und Museum". Damit riefen das Kunstmuseum Wolfsburg und der Volkswagen Financial Services eine Kooperation ins Leben, die laut Museumsdirektor Ralf Beil vielen Schülern ein Museumsbesuch erst ermöglichte. "Niedersachsen ist ein Flächenland und viele Schulen haben aufgrund der Lage nicht die Möglichkeit, mit den Klassen ins Kunstmuseum zu fahren", erläuterte Beil. Und die Zahlen der letzten Jahre sprechen für sich. Um die fast 70.000 Schüler aus den unterschiedlichsten Schulformen zu transportieren, legte der Bus eine Strecke zurück, die vier mal um die Erde reichte. Bereits im November 2003 wurde das Angebot um die Initiative "Senioren und Museum" erweitert. So hatten bisher auch über 7.000 Senioren die Möglichkeit, das Museum zu besuchen.


Im Kunstmuseum Wolfsburg erwartet die Schüler didaktisch aufgearbeitete Ausstellungen. Foto:


Mehr als ein Museumsbesuch


"Es geht bei dem Projekt nicht nur um Kunst", betont Beil und appelliert an die Lehrer aller Fächer. "Wir möchten in den Schulen bekannt machen, dass wir viel mehr anbieten. Es geht um das Denken, um das Mensch sein selbst", so Beil weiter.

Die Schüler bekommen nicht nur die Möglichkeit, die Ausstellungen zu besuchen. Zusätzlich wird ein Ort angeboten, wo die Schüler praktische Angebote erwartet. So erhalten sie die Möglichkeit, das Gesehene mit ihren Händen nachzuvollziehen. Auch die Busfahrt wird bereits in dem Konzept genutzt. Die Schüler werden mit dem Film "ART MOBIL - Kunst bewegt dich" auf den Besuch im Kunstmuseum vorbereitet.

Einzigartiges Projekt


Obwohl mittlerweile in verschiedenen Projekten versucht wurde, den Ansatz aus Wolfsburg zu übernehmen, ist das Projekt auch heute noch einzigartig. Die meisten Versuche scheitern nach kurzer Zeit aufgrund organisatorischer oder finanzieller Probleme. Dass es hier in Wolfsburg so lange und erfolgreich durchgeführt werden konnte, ist auch dem Engagement des Volkswagen Financial Services zu verdanken. "Obwohl wir ein internationales Unternehmen sind, wissen wir, wo wir herkommen," erläutert Angela Kleinhans, Leiterin Sponsoring der Volkswagen Financial Services den Einsatz. "Wir haben eine Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber und fragen uns deshalb, was wir der Region bieten können", so Kleinhans weiter.

ART MOBIl von den Schulen sehr gut angenommen


Das ART MOBIL fährt an 16 Wochen in Staffeln zu den entsprechenden Ausstellungen. Die Lehrer und Schulen werden im Vorfeld über das Angebot informiert und erhalten neben umfangreichem Informationsmaterial auch Sonderführungen. Im Schnitt sind innerhalb von drei Tagen nach der Bekanntmachung alle Termine ausgebucht.

Durch die Reduktion der Organisationsarbeit und die starke finanzielle Entlastung, ist das Projekt eine Erleichterung für die Schulen. Aber auch für das Museum bietet die enge Zusammenarbeit Vorteile. Zum Einen kann die didaktische Aufbereitung durch den Kontakt mit den Lehrkräften verbessert werden. Zum Anderen wird in der Region bekannt, dass das Kunstmuseum Wolfsburg mehr als zeitgenössische Kunst ist.


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