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Asbestverdacht in Kindertagesstätte auf PTB-Gelände



Braunschweig

Asbestverdacht in Kindertagesstätte auf PTB-Gelände


Die Kita wurde im ehemaligen Gästehaus der PTB aus dem Jahr 1972 untergebracht. Foto: PTB
Die Kita wurde im ehemaligen Gästehaus der PTB aus dem Jahr 1972 untergebracht. Foto: PTB Foto: PTB

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Braunschweig. Im Gruppenraum der Kindertagesstätte auf dem Gelände der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) sollte ein erhöhtes Spielepodest eingebaut werden. Wie die PTB mitteilt, könnte bei den dafür notwendigen kleineren Umbauarbeiten an einer Wand allerdings Asbestfasern, wenn auch nur in geringen Mengen, aus dem Wandputz freigesetzt worden sein.



Vorsorglich wurde der Bereich daher sofort mit einer Staubschutzwand von den übrigen Räumen der Kita abgegrenzt. Die genauen Analysen laufen derzeit. Im Zweifelsfall steht eine professionelle Sanierung des betroffenen Bereiches an, die voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen wird.

Als die Kindertagesstätte auf dem PTB-Gelände im Jahr 2010 gegründet wurde, mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. als Trägerin, zog sie in ein zuvor teilsaniertes Gebäude (Baujahr 1972), das ehemalige Gästehaus der PTB, ein. Einen irgendwie gearteten Hinweis auf Asbest gab es zu der damaligen Zeit nicht. Etwas überraschend daher die jetzt vorliegende Situation.

Analyse soll Grad der Belastung klären


Bei den vorbereitenden Arbeiten an der fraglichen Wand wurden auch einige Dübel aus der Wand gezogen und mit diesen etwas vom Wandputz abgelöst. Da dies bei alten Gebäuden (mit einem Baujahr vor 1996) immer ein gewisses Asbestrisiko bedeutet, wurde von der PTB ein Gutachter beauftragt, Materialproben zu entnehmen und zu analysieren. Und in einer der zwei sogenannten Mischproben (zusammengesetzt aus Einzelproben von mehreren Wandstellen) wurden dabei Asbestfasern festgestellt. Die Analyse der am heutigen Dienstag entnommenen Luftproben wird zeigen, wie stark die Asbestbelastung tatsächlich ist.

Zur Einordnung: Die natürliche Umgebungsbelastung mit Asbest (also das, was uns „natürlich“ umgibt) liegt im Mittel schätzungsweise zwischen 50 und 150 Asbestfasern pro Kubikmeter Luft (F/m3). Nach einer erfolgreichen Sanierung muss die Asbestkonzentration in der Raumluft unter dem Grenzwert von 500 F/m3 liegen.

Kita-Betrieb geht weiter


Während die Raumluftproben zurzeit noch analysiert werden, beginnen die Schadstoffsanierer bereits zügig mit der Arbeit. Nach Abschluss der Arbeiten und einer gründlichen Reinigung von Raum und Mobiliar werden sämtliche Bereiche ein weiteres Mal beprobt, um jegliche Gefährdung für die Kinder und Betreuer unserer Kita auszuschließen. Bis dahin trennt eine sichere Staubschutzwand den betroffenen Raum vom übrigen Gebäude ab. Außerhalb dieses nun gesperrten Raumes geht der Kita-Betrieb weiter.


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