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AstraZeneca: Jeder Fünfte lehnt Impfstoff ab



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AstraZeneca: Jeder Fünfte lehnt Impfstoff ab

Das Risiko einer Thrombose durch die Impfung sei geringer als ein schwerer Verlauf von COVID-19, so Krisenstabsleiter Heiger Scholz.

von Marvin König


(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Rudolf Karliczek

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Region. In jedem fünften Fall würden Impfberechtigte Abstand von einer Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) nehmen. Das habe eine Rückmeldung aus den Impfzentren ergeben. Hierüber informierte der Leiter des niedersächsischen Corona-Krisenstabes Heiger Scholz am heutigen Dienstag in der Landespressekonferenz. Einzelne Impfzentren seien deshalb dazu übergegangen, die Kapazitäten zu überbuchen.



Das bedeute, dass die Impfzentren bei einer Verfügbarkeit von 100 Impfdosen 110 Personen einladen. "Wenn dann 80 davon kommen, ist es immer noch gut", kommentiert Scholz. Ab dem 26. April sollen auch Personen über 60 ohne eine krankheitsbedingte Indikation einen Termin auf der Warteliste bekommen, die derzeit mit durchschnittlich 350.000 Personen belegt sei. Personen über 60 können sich derzeit nur mit Vaxzevria impfen lassen, auch das stellte Scholz am heutigen Dienstag klar.

Scholz weist außerdem darauf hin, dass inzwischen jeder 1.000. Bundesbürger an oder mit Corona gestorben sei. Unter Berücksichtigung internationaler Studien sind etwa 80 bis 90 Prozent der Toten, also mindestens 64.000 Menschen ursächlich durch COVID-19 verstorben, also mindestens jeder 1.250. Bundesbürger. In Niedersachsen liege die Zahl der Toten mit 5.139 unter dem Bundesdurchschnitt. In Niedersachsen starb etwa jeder 1.500 an oder mit Corona. Bereinigt starb in Niedersachsen also mindestens jeder 1.900 Bürger direkt an den Folgen einer COVID-19 Erkrankung.


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Thromboserisiko durch COVID-19 höher als durch Impfung


Scholz hebt hervor, dass das Risiko für eine Sinusvenenthrombose, durch deren Auftreten der Impfstoff Vaxzevria in Verruf geraten war, geringer sei als das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes durch COVID-19. Selbst das Auftreten einer Impfstoffinduzierten Sinusvenenthrombose sei laut Ärzteblatt etwa 100 Mal geringer als das Risiko einer Sinusvenenthrombose infolge von COVID-19.

Der Krisenstab der niedersächsischen Landesregierung geht davon aus, dass bis Ende Juni 60 Prozent der Niedersachsen geimpft sein könnten. Eine Herdenimmunität sei durch das Auftreten ansteckenderer Varianten wie der britischen Mutante B 1.1.7 damit jedoch noch nicht erreicht, Scholz gibt daher als Ziel 80 Prozent der Bevölkerung an. "Das wird über den Sommer noch andauern", prognostiziert Scholz abschließend.


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