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Auch wegen Corona: Weniger Verkehrsunfälle in der Region gemeldet



Auch wegen Corona: Weniger Verkehrsunfälle in der Region gemeldet

Die Polizei bewertet die Entwicklung positiv, beklagt aber, dass es immer noch mehr als 600 Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Ausgang gab.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Alexander Panknin

Braunschweig. Die Polizeidirektion Braunschweig hat die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2021 präsentiert. Demnach gab es 2021 weniger Unfälle (27.608) als noch im Jahr zuvor (27.796). Als positiv bewertet die Polizei diese Entwicklung: "Die positive Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen setzte sich weiter fort, jedoch verzeichnen wir immer noch mehr als 600 Verkehrsunfälle, bei denen Menschen getötet oder schwer verletzt werden. Die zukünftige sichere Mobilität ist eine Herausforderung, die nur gelingen kann, wenn alle Verkehrsteilnehmenden sich ihrer Verantwortung bewusst sind", so Polizeivizepräsident Roger Fladung.



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Die Corona-Pandemie habe nach wie vor einen Einfluss auf die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen gehabt. Der Individual- sowie der nationale und internationale gewerbliche Personen- und Güterverkehr haben im Vergleich mit 2020 wieder zugenommen, aber noch nicht den Stand vor der Pandemie erreicht. Weniger Fahrten führten in der Regel zu geringeren Verkehrsunfallzahlen.



Wer ist wie oft beteiligt?


Bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle waren unter anderem 28.377 Autos und 3.713 Lkw beteiligt. Diese zwei Fahrzeugklassen haben damit nach wie vor den größten Anteil, wobei sich prozentual nur geringfügig Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr ergeben haben.


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Die Anzahl der beteiligten Fahrradfahrer ist mit 1.252 im Vergleich zum Vorjahr (1.389) rückläufig. Der Trend bei den beteiligten Fußgängern bewegt sich mit 404 auf dem Vorjahresniveau. Ein Rückgang ist wie im Vorjahr bei den Kradfahrern zu verzeichnen. Hier reduzierte sich die Anzahl der Beteiligten auf 612 (-40).


Unfälle mit Personenschaden


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek


Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit schweren Unfallfolgen stieg leicht auf 610 (+5) an. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Getöteten sank hingegen deutlich auf 39 (-10). Die Anzahl der dabei getöteten Verkehrsteilnehmer reduzierte sich auf 40 (-9). Nur im Jahr 2013 wurde mit 37 getöteten Verkehrsteilnehmern ein niedrigerer Wert erreicht.

Nach wie vor ereignen sich die meisten dieser Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften (ausgenommen Autobahnen). Dabei wurden im Jahr 2021 36 (+8) Menschen getötet. Innerorts ist die Anzahl der Getöteten auf 10 (-7) gesunken. Im Bereich der Schwerverletzten ist ein leichter Anstieg auf 653 (+31) zu verzeichnen. In Bezug auf den Unfallort gibt es hier, wie in den zurückliegenden Jahren, keine signifikante Unterscheidung zwischen inner- und außerorts.

Die Anzahl der Leichtverletzten ist weiter rückläufig und sank 2021 auf 3.385 (-195). Trotz leicht steigender Fallzahlen im Bereich der Schwerverletzten wird die Entwicklung im Vergleich mit den Vorjahren als positiv bewertet, da die Personenschäden insgesamt auf 4.078 (-173) sanken.


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