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Auf eBike und eMotorrad effizient den Harz erkunden

von Alec Pein


Raimund Nowak, Matthias Schmidt, Gerhard Lenz, Thomas Brych, Michael Beyer-Zamzow,  mit dem eMotorrad und einem vollgefederten eMountainbike. Foto: Alec Pein
Raimund Nowak, Matthias Schmidt, Gerhard Lenz, Thomas Brych, Michael Beyer-Zamzow, mit dem eMotorrad und einem vollgefederten eMountainbike. Foto: Alec Pein

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09.02.2016


Goslar. Mit Fahrrad und Motorrad schnell und umweltschonend zu den Harzer Welterbestandorten - Das ist im Harz Dank der Vermietstationen von Michael Beyer-Zamzow und Mathias Schmidt möglich. Der Landkreis Goslar und die Harzer Welterbestiftung verknüpfen mit Hilfe der Bundesfördermittel des "Schaufensters Mobilität", sowie den Betreibern Harz Agentur GmbH und MMS Concept GbR die Elemente Elektromobilität und UNESCO-Weltkulturerbe im Harz. Ein kostenloses Infopaket informiert Gäste nun unter dem Motto "Das Harzer Welterbe elektrisiert!" über die möglichen Entdeckungstouren mit eBike und eMotorrad.

Das neue kostenlose Infopaket umfasst sechs eBike-Touren und eine eMotorrad-Tour, die begeisterten Zweiradfahrern das Welterbe im Harz näher bringen sollen. Dahingehend ist der Projektpartner Stiftung Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserregal mit der Aufgabe betraut, das Flächenhafte Welterbe von Goslar bis Walkenried zu erschließen und zu vermitteln.

An einem Tag den Harz durchqueren


Die Tour "Bergbaukultur im Harz" beispielsweise verbindet diese Städte auf direktem Wege. Hin und zurück innerhalb eines Tages - das soll laut dem Betreiber der eBike-Vermietstationen im Harz, Michael Beyer-Zamzow, mit den eBikes möglich sein. Mit der Tankstelle im Rucksack, einem etwa 200 Gramm schweren Netzteil, lädt man das eBike einfach an einer normalen Steckdose wieder auf, wenn der elektrischen Trethilfe nach etwa 70 Kilometern der Saft ausgeht. Die weiteren Strecken des Infopakets sind herkömmliche Touren der Volksbank-Arena Harz, deren Ausarbeitung in den vergangenen Jahren ebenfalls Beyer-Zamzow vorantrieb, allerdings ist die Zusammenstellung der Touren "Das Harzer Welterbe elektrisiert!" eben auf die drei Sparten des Welterbes im Harz ausgerichtet.

Leise und umweltschonend


Fans von hochmotorisierten Motorrädern können bei Mathias Schmidt auf eine leisere und umweltschonendere Variante umsteigen: Seine eMotorräder haben sich zum erfolgreichen Alleinstellungsmerkmal für den Harz entwickelt. Gestartet ist dieser vor einigen Jahren mit elektrisch betriebenen Leichtkrafträdern, stieß jedoch auf mäßige Nachfrage aus der gewählten jungen Zielgruppe. Der Fuhrpark wurde daraufhin umgestellt und mit eMotorrädern ausgestattet, die in ihrer Leistung einem 600 Kubikzentimeter Motorrad in nichts nachstehen sollen. Für einen Tagessatz von 89 Euro wären im Jahr 2015 vor allem Gruppen über 50-Jähriger Kunde bei ihm gewesen, erzählt Schmidt. 1900 Vermietungen habe es im letzten Jahr gegeben - Nachfrage steigend.

Versuchsobjekt Harz


Gefördert wird das Projekt zum Thema eMobilität seit 2013 mit 745.000 Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Es fördert den Tourismus und liefert wissenschaftliche Erkenntnisse zur Akzeptanz und Tauglichkeit der Fahrzeuge. Der Landkreis Goslar engagiert sich im Verbundsvorhaben und ist Fördermittelempfänger: Also solcher betreut dieser die Umsetzung in Zusammenarbeit mit den Betreibern der Vermietstationen. Das Projekt "Das Harzer Welterbe elektrisiert!" ist eins von 30 Projekten zum Thema "eRad in Freizeit und Tourismus" in der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg. Das Schaufenster "Elektromobilität" verfolgt das Ziel, die E-Mobilität in ihren verschiedenen Ausprägungen zu erproben. So dient das Projekt im Harz nicht nur dem Fortschritt im Tourismus, sondern auch als Region, die Erkenntnisse zur Tauglichkeit und Akzeptanz der Fahrzeuge an die Verbundpartner, wie der Hochschule Hannover, liefern soll.


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