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Ausbau „Weddeler Schleife“: MdB Müller macht im Verkehrsministerium Druck



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19.03.2014


Braunschweig/Berlin. "Der Ausbau der Weddeler Schleife sowie der Lückenschluss der Bundesautobahn 39 müssen als vordringlicher Bedarf plus in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen werden", so der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller. In einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, machte sich Müller gemeinsam mit Dr. Wolf-Michael Schmid und Dr. Bernd Meier (Präsident und Hauptgeschäftsführer der IHK Braunschweig) sowie Uwe Fritsch (Vorsitzender des Betriebsrats Werk Braunschweig der Volkswagen AG) am Dienstag dafür stark.

"Wir haben sehr deutlich gemacht, dass der Bau eines zweiten Gleises zwischen Wolfsburg und Braunschweig für Millionen Menschen sowie die regionale Wirtschaft - besonders für die Volkswagen AG - unabdingbar ist", so Müller. Da sich Fern-, Regional- und Güterzüge die etwa 19 Kilometer lange, eingleisige Strecke teilen müssen, komme es immer wieder zu sehr ärgerlichen Behinderungen und Verspätungen. "Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht sollte dieser Schienen-Engpasses daher möglichst zügig in Angriff genommen werden. Das zweite Gleis muss kommen", so Müller.

Ebenso unabdingbar für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Region Braunschweig sei ein leistungsfähiges Autobahnnetz. "Deshalb ist der Lückenschluss bei der A 39 so wichtig", so Müller. Erst durch diesen können die wirtschaftlichen Potenziale der Region voll erschlossen werden - dies hätten Gutachten bewiesen. Eine bessere Erreichbarkeit werde u.a. zu Unternehmensneuansiedlungen und -erweiterungen führen sowie die regionale Tourismuswirtschaft stärken. "Daher kann es nur heißen: Die Lücke muss geschlossen werden", so Müller.

Neben Weddeler Schleife und A 39 drittes Gesprächsthema war das Schiffshebewerk in Scharnebeck. Müller: "Auch hier besteht Handlungsbedarf. Um die Transportleistung auf dem Elbe-Seitenkanal zu erhöhen und Potenziale der Wasserwege noch besser zu nutzen, wird ein neues Hebewerk für größere Schiffe benötigt. Diese können die Schleuse bisher nicht nutzen."

"Das Gespräch verlief sehr positiv", so Carsten Müller. Staatssekretär Enak Ferlemann sei ein großer Befürworter dieser wichtigen Infrastrukturprojekte und habe Unterstützung signalisiert.

Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ist die Grundlage für die Entwicklung und den Ausbau der Bundesverkehrswege. Er enthält alle von der Bundesregierung beabsichtigten Investitionsprojekte für Straßen, Schienen und Wasserstraßen. Der neue Bundesverkehrswegeplan soll 2015 vom Bundeskabinett beschlossen werden.


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