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Ausfall der Radfahrprüfungen: So machen Eltern ihre Kinder verkehrssicher

Mit zehn Jahren sind Kinder verpflichtet, den Fahrradweg zu nutzen. Ist keiner vorhanden, müssen sie auf der Straße fahren. Die Radfahrprüfungen sollten die Kinder darauf vorbereiten.

von Julia Seidel


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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16.06.2020

Region. Normalerweise würden in den kommenden Wochen wieder die Radfahrprüfungen der vierten Klassen an den Grundschulen auf dem Programm stehen. Doch wegen Corona fallen diese nun aus, wie die Niedersächsische Landesschulbehörde auf Nachfrage von regionalHeute.de berichtet. Demnach dürfen vorerst keine Aktivitäten seitens Dritter, in diesem Fall zum Beispiel der Polizei oder dem ADAC, in den Schulen durchgeführt werden, da gemäß den Rundverfügungen der Niedersächsischen Landesschulbehörde sonstige schulische Veranstaltungen verboten sind. Hierzu zählen auch die Radfahrprüfungen. Die Prüfungen sollen die Kinder auf das Fahren im Straßenverkehr vorbereiten. Ab zehn Jahren seien diese verpflichtet Radwege zu nutzen. Wenn es diese nicht gibt, müssen sie die Fahrbahn benutzen. Doch Eltern können selbst dafür sorgen, dass ihre Kinder auf den Straßenverkehr vorbereitet werden.


"Den Prüfungen gehen theoretische sowie praktische Unterrichtseinheiten voraus, die auch durch die Verkehrssicherheitsberater der Polizei in den Schulklassen durchgeführt werden. Die Prüfungen werden durch Polizeibeamte sowie Eltern durchgeführt. Da ein Kontakt derzeit nicht möglich ist, haben wir keine Möglichkeit, die Verkehrsausbildung durchzuführen", erklärt Carolin Scherf, Pressesprecherin der Polizei Braunschweig. Ein weiteres Problem bestehe darin, dass bis heute kein regelmäßiger Schulbetrieb aller Schulklassen der Grundschulen stattfinde, so die Polizei Goslar.

Diese Möglichkeiten haben Eltern jetzt


Wie die Polizei Wolfsburg/Helmstedt mitteilt, biete die Deutsche Verkehrswacht bis Ende Juli unter www.radfahrausbildung-zuhause.de ein kostenloses Online-Portal für Schüler an, um die theoretischen Grundlagen der Radfahrausbildung zu vermitteln. Das Angebot sei zusätzlich um einen Ratgeber erweitert worden, der Eltern helfen solle, praktische Übungen mit den Kindern durchzuführen. Weiterhin werden auf Wunsch Fahrräder von der Polizeidienststelle Wolfsburg/Helmstedt überprüft und die Plakette „Verkehrssicheres Fahrrad“ verliehen. In den sozialen Medien seien in der kommenden Woche auf der Facebook-Seite der Polizei Wolfsburg täglich kleine Videos eingestellt, in denen Kinder selbst alles rund ums Fahrrad erklären.

Auch die Polizei Braunschweig appelliert an die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern das verkehrssichere Verhalten zu besprechen und tatsächlich immer wieder zu üben. "Nur so lässt es sich gewährleisten, dass die zukünftigen Fünftklässler auch nach den Sommerferien ihre Schulwege selbständig auf dem Rad und sicher bewältigen werden", so Scherf weiter. Auf der Homepage der Polizeiinspektion Braunschweig sei unter der Rubrik ‚Themen‘ ein Artikel zu den Radfahrprüfungen eingestellt, wo auch Flyer sowie kurze Videoclips mit wichtigen Informationen für die Eltern und Schüler zu finden seien.

Auch Matthias Pintak, Pressesprecher der Polizei Salzgitter, rät Eltern jetzt ein Vorbild zu sein. Zusammen mit den Kindern in den Verkehr fahren und die Vorschriften erläutern, seien ebenso wichtig, wie Fahrübungen. Auch das Bremsen sollte an Plätzen geübt werden, an denen wenig Verkehr ist. So könne sichergestellt werden, dass die Kinder auf ihren Fahrrädern sicherer werden.


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