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Bähr-Immobilie: Zweite Runde der Zwangsversteigerung steht an

von Werner Heise


Am 27. Oktober soll die ehemalige Bähr-Immobilie unter den Hammer kommen. Foto: Anke Donner
Am 27. Oktober soll die ehemalige Bähr-Immobilie unter den Hammer kommen. Foto: Anke Donner

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18.10.2017

Wolfenbüttel. Die brachliegende Bähr-Immobilie im unteren Teil der Wolfenbütteler Fußgängerzone steht zum zweiten Mal zur Zwangsversteigerung. Nachdem es im Mai dieses Jahres kein einziges Gebot gab, hoffen die Gläubiger nun offenbar auf Erfolg. Der Verhandlungstermin vor dem Amtsgericht Wolfenbüttel ist für den 27. Oktober, 9 Uhr angesetzt.


Als problematisch erweist sich offenbar die komplexe Aufteilung der zu erwerbenden Grundstücke, deren Bebauungen im Inneren miteinander zu einem Gesamtkomplex verbunden wurden. Zur Versteigerung steht, wie bereits zuvor, demnach nicht nur das Gebäude an der Langen Herzogstraße 34, sondern auch die Einheiten mit der Hausnummer 36 und 38 sowie die Hausnummern 15 und 16 auf der Neuen Straße. Das macht einen Gesamtwert und ein erforderliches Mindestgebot von 1,24 Millionen Euro. In einem zweiten, parallel laufenden Verfahren, soll dann das Gebäude an der Langen Herzogstraße 35, was sich inmitten des Gebäudekomplexes des ersten Verfahrens befindet, einen neuen Eigentümer finden. Der Verkehrswert hier liegt bei 350.000 Euro. Um letztlich einen wirklichen Nutzen erzielen zu können, müsste ein Interessent somit sicherlich beide Objekte kaufen.

Was passiert, wenn wieder niemand bietet?


Sollte sich während der Verhandlung abzeichnen, dass sich kein Bieter für die komplexe Bähr-Immobilie findet, so könnten die Gläubiger eine einstweilige Einstellung des Verfahrens beantragen, wie Bettina Niemuth, Direktorin des Amtsgerichts Wolfenbüttel, auf Anfrage von regionalHeute.de erklärt. Hierdurch würde die Beschlagnahmung aufrecht erhalten werden, und eine weitere Zwangsversteigerung könnte folgen. Andernfalls verbleiben die Grundstücke und Gebäude in den Händen der Gläubiger, das Verfahren würde eingestellt werden.

Die Düsseldorfer Unternehmensgruppe iandus hatte bereits im Juli gegenüber regionalHeute.de erklärt, dass sie Interesse an der brachliegenden Bähr-Immobilie hätten. Prokurist Ronald Pietsch machte aber auch deutlich, dass man sich zuerst ausschließlich auf die Entwicklung des Löwentors konzentrieren werde, alles andere käme danach.

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