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Basketball Löwen mit Auswärtssieg beim Tabellenletzten Vechta



Braunschweig

Basketball Löwen mit Auswärtssieg beim Tabellenletzten Vechta

0:10-Lauf zum Ende des dritten Viertels dreht das Spiel zu Löwen-Gunsten. Lukas Wank legt mit zwölf Punkten persönliche BBL-Bestleistung auf.

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Symbolbild Foto: pixabay

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Vechta. Zum Ende ihres Hammerprogramms mit vier Spielen in sieben Tagen waren die Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag noch einmal erfolgreich. Sie gewannen auswärts beim Tabellenletzten RASTA Vechta mit 71:80 (45:40) und zeigten in der zweiten Halbzeit eine deutliche Leistungssteigerung. Das galt allen voran für ihre Verteidigung. Die gestattete nach der Pause insgesamt nur noch 26 Vechtaer Punkte, war Garant für einen 0:10-Lauf zum Ende dritten Viertels und damit auch für die Spielwende. Das berichten die Basketball Löwen Braunschweig in einer Pressemitteilung.



Aber die Löwen überzeugten nicht nur mit einer erneut guten Defensive, sondern spielten auch offensiv als Team zusammen. Ein Beleg dafür sind 20 Assists, zu denen Neuzugang Arnas Velička sieben beigetragen hat. Der Guard kam in seinem zweiten Einsatz zudem auf neun Punkte und sieben Rebounds. Insgesamt punkteten vier Löwen zweistellig, die beiden Kapitäne Karim Jallow (18) und Lukas Meisner (16) waren am erfolgreichsten, während Bazou Koné weiterhin fehlte. RASTA trat durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Dennis Clifford und Jean Salumu ebenfalls dezimiert an und hatte in Kapitän Josh Young den Topscorer (16). Die Löwen rangieren nach diesem Sieg auf dem zehnten Tabellenplatz (12:18) und müssen nach dem FIBA-Fenster am 28. Februar auswärts bei den EWE Baskets Oldenburg antreten.

Zweite Chancen genutzt


Anders als am Freitag in Crailsheim starteten die Löwen mit guter Dreierquote (57 Prozent) in das Spiel. Vechta stand dem aber in nichts nach und versenkte in den ersten zehn Minuten auch starke fünf Dreier. Einige davon fielen durch zweite Chancen nach Offensiv-Rebounds und waren teils zu offen, was auch für den Peno-Dreier zur 21:14-Führung galt (9. Minute). Dann bissen die Löwen aber doch noch zu. Sie steigerten sich defensiv, forcierten RASTA-Ballverluste und zogen am anderen Ende mehrfach Fouls und gingen an die Freiwurflinie. Darüber kamen sie nicht nur zurück, sondern zogen auch an Vechta vorbei (22:26).


Viertelübergreifend gelang den Löwen ein 1:14-Lauf zur Sechs-Punkte-Führung (22:28), an der Arnas Velička mit tollen Anspielen auf seine Kollegen großen Anteil hatte. Aber den Löwen unterliefen immer wieder unnötige Fehler und vor allen Dingen fielen ihre Feldwürfe bei 39-prozentiger Quote deutlich schlechter als zu Beginn der Partie. Bis zur 17. Minute konnten sie ihre Führung nach einem Monsterdunk von Lukas Meisner noch festhalten (33:36), doch dann nahm Vechta das Spiel in seine Hände und nach einem unsportlichen sowie technischen Foul gegen die Löwen einen Fünf-Punkte-Vorsprung mit in die Pause (45:40).

Unnötige Ballverluste bestraft


Zurück auf dem Parkett war die Begegnung weiterhin fehlerlastig. Die Löwen verloren immer mal wieder unnötig den Ball und Vechta bestrafte das über Fastbreak-Punkte. Aber die Strobl-Mannschaft hatte auch einen Lukas Wank in ihren Reihen, der die Löwen mit wichtigen Aktionen auf einen Punkt heranführte (49:48). Außerdem wurde die Verteidigung der Löwen mit Fortlauf des Viertels zunehmend aggressiver und ihre Spielweise generell physischer. Das setzte dem Tabellenletzten zu, der in diesem Viertel bei sinkender Trefferquote nur auf elf Punkte kam und einen starken 0:10-Lauf der Löwen zum 56:63 nach drei Vierteln kassierte.

Diesen Schwung nahmen die jungen Wilden mit in die letzten zehn Minuten, die Luc van Slooten an alter Wirkungsstätte gleich mit einem Statement-Dunk eröffnete. Er und seine Kollegen kontrollierten die Partie offensiv wie defensiv jetzt deutlich besser, erspielten sich mit guter Ballbewegung klare Würfe und lagen in der 32. Minute nach einem Dreier von Martin Peterka erstmals zweistellig mit 59:70 vorne. Vechta wurde müder, hing sich aber noch einmal rein und konnte auf sechs Zähler verkürzen. Aber die Löwen ließen sich den Sieg trotz erneut zu vieler vergebener Freiwürfe (22/35) nicht mehr nehmen. Der war spätestens perfekt, als Karim Jallow 90 Sekunden vor dem Ende einen Dreier zum 66:77 traf.

Trainerstimmen zum Spiel:


Pete Strobl (Basketball Löwen): „Wie erwartet, war das ein sehr schweres Spiel. Wir haben dieser kämpfenden Vechtaer Mannschaft zu Beginn viel zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen. In der Halbzeitpause haben wir sehr deutliche Worte gefunden und die Jungs haben sofort gewusst, was wir brauchen. Unsere Verteidigung, unsere Kommunikation, die Art und Weise unseres Spiels und unser Kampf waren in der 2. Halbzeit viel besser als zuvor. Und wenn man eine Mannschaft nach dem Seitenwechsel bei 26 Punkten hält, zeigt das, was wir können. Die letzten vier Spiele waren für unsere Entwicklung sehr wichtig. Am Ende haben wir heute gezeigt, wie wir spielen können - wenn wir das zusammen machen.“

Thomas Päch (RASTA Vechta): „Glückwunsch an Braunschweig und Pete. Generell muss ich erst einmal sagen, dass die Jungs in den letzten drei Spielen mit der Situation um die Verletzung unglaublich gut umgegangen sind - auch heute hier. Wir sind gerade zu Beginn mit großer Moral, Energie und Zusammenhalt in die Partie gestartet - das finden ich beeindruckend, das zeigt den Charakter der Mannschaft. Sie lässt gerade nicht den Kopf hängen, sondern ist gewillt, nach vorne zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Für uns war klar, dass wir zur 2. Halbzeit mit viel Dampf rauskommen müssen. Da haben wir dann defensiv auch eigentlich einen vernünftigen Job gemacht. Aber eben in den ersten Angriffen auch Offensiv-Rebounds zugelassen, die die Braunschweiger genutzt haben. Das hat deren Selbstvertrauen nach und nach aufgebaut. Und dann war der 0:12-Lauf zum Ende des 3. und zu Beginn des 4. Viertels tödlich für uns. Wir hatten dann nicht mehr die Frische und Energie der 1. Halbzeit.“


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