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IGS in Schöppenstedt: Mindestschülerzahl nicht erreicht


Nach Auswertung aller eingegangenen Fragebögen werden laut Schulreferat des Landkreises die erforderlichen Mindestschülerzahlen nicht erreicht. Symbolfoto: Jan Borner
Nach Auswertung aller eingegangenen Fragebögen werden laut Schulreferat des Landkreises die erforderlichen Mindestschülerzahlen nicht erreicht. Symbolfoto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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09.03.2016


Wolfenbüttel. Das Ergebnis der Elternbefragung, die den Bedarf für eine Integrierte Gesamtschule in Schöppenstedt/Remlingen ermitteln sollte, steht nun fest: Nach Auswertung aller eingegangenen Fragebögen werden laut Schulreferat des Landkreises die erforderlichen Mindestschülerzahlen nicht erreicht. Das teilte der Landkreis Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.

Insgesamt seien 690 Fragebögen ausgegeben worden, die Rücklaufquote beträgt nach Angaben der Kreisverwaltung 62,61 Prozent (432 Personen). Von allen befragten Eltern haben sich 46,38 Prozent (320 Personen) für eine IGS in Schöppenstedt/Remlingen ausgesprochen. Diese Zahl ist maßgeblich für die Erstellung der erforderlichen Prognose. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz müssen neue Integrierte Gesamtschulen langfristig eine Mindestgröße von vier Zügen erreichen. Dabei wird eine Zahl von jeweils 24 Schülerinnen und Schülern zugrunde gelegt. Somit werden insgesamt für jeden Schuljahrgang 96 Schülerinnen und Schüler benötigt.

Zwei Prognosevarianten


Bei seiner Auswertung der Elternbefragung hat das Schulreferat zwei Prognosevarianten über einen Zeitraum von zehn Jahren berechnet: Prognose 1 geht dabei von den tatsächlichen Geburten und dem Verhältnis der positiven Interessenbekundungen zu allen versandten Fragebögen aus, die zweite Variante berücksichtigt zusätzlich die Zuzüge aus Neubau- und Krisengebieten und bezieht damit den erheblichen Zuwachs an Flüchtlingskindern der vergangenen Monate mit ein. Bei beiden Prognosen werden die oben genannten Mindestschülerzahlen nicht erreicht.

Auswirkungen der Befragung


Bei der vom Kreistag beschlossenen Elternbefragung konnten sich Eltern in der Samtgemeinde Elm-Asse sowie in den Gemeinden Dettum und Evessen von Ende Januar bis zum 26. Februar zum Bedarf für eine Integrierte Gesamtschule in Schöppenstedt mit einer möglichen Außenstelle in Remlingen äußern. Angesprochen waren Eltern von Kindern der Klassen 1 bis 3 sowie der Schulanfängerinnen und Schulanfänger 2016 (letztes Kindergartenjahr vor der Einschulung). Begleitend zur Elternbefragung hatte der Landkreis im Februar zwei Informationsveranstaltungen angeboten. Landrätin Christiana Steinbrügge möchte in der Kreistagssitzung am Montag, 14. März, über das Ergebnis der Elternbefragung berichten. Mit den möglichen Auswirkungen der Befragung auf die Schulentwicklungsplanung des Landkreises werden sich in der Folgezeit die politischen Gremien weiter befassen.

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