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Befragung zur Schulentwicklung: Was sich Ilseder Eltern wünschen



Peine

Befragung zur Schulentwicklung: Was sich Ilseder Eltern wünschen


Die Eltern sollten mitbestimmen wie für sie die Schule der Zukunft aussehen soll. Symbolfoto: pixabay
Die Eltern sollten mitbestimmen wie für sie die Schule der Zukunft aussehen soll. Symbolfoto: pixabay Foto: Pixabay

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Ilsede. Um die Erziehungsberechtigten an der Fortentwicklung der regionalen Bildungslandschaft teilhaben zu lasse, startete die Verwaltung am Anfang des Jahres 2017 eine umfassende Elternbefragung. Die Ergebnisse daraus liegen nun vor. Besonderen Wert legen die Eltern auf einen kurzen Schulweg und eine Ganztagsbetreuung.



Anlass für die Befragung bot das Niedersächsische Schulgesetz, nach dem eie Schulträger die Erziehungsberechtigten mit in die Schulentwicklung einzubeziehen haben.

Es wurden insgesamt 1.383 Fragebögen an Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren versandt. Die Rückläuferquote aus dem gesamten Gemeindegebiet warmit circa 30 Prozent als eher gering einzustufen, so teilt die Verwaltung mit. Mit insgesamt 415 zurückgesandten Fragebögen habe weniger als ein Drittel aller potentiell von Veränderungen in der Schullandschaft betroffenen Familien von der Möglichkeit, ihren Wünschen Ausdruck zu verleihen, Gebrauch gemacht. Die Beteiligungsquote der einzelnen Ortschaften schwankt dabei zwischen 51,75 Prozent (Groß Lafferde) und 15,29 Prozent (Groß Bülten).

Geringe Beteiligung


Bei Betrachtung der Ergebnisse der Befragung sei laut Verwaltungzu bedenken, dass

  • nicht jeder Fragebogen komplett ausgefüllt wurde,

  • bei manchen Fragen Doppelnennungen möglich waren (zum Beispiel Form der Ganztagsbetreuung)


  • bei Doppelnennungen bei den gewünschten Betreuungszeiten im Ganztag, in der Auswertung die längste gewünschte Zeit berücksichtigt wurde


Ob die Ergebnisse der Elternbefragung bei einer Beteiligungsquote von 30 Prozent als repräsentativ angesehen werden könnten, sei zumindest fraglich. Diese Frage könne aber insofern dahingestellt bleiben, als die Meinung dieses Drittels aller potentiell von der Schulentwicklung betroffenen Eltern weder neue, noch überraschende Erkenntnisse offenbare. So spräche sich eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer an der Befragung (65,3 Prozent) für eine Ganztagsbetreuung aus, egal ob in Form der offenen, oder (teil-)gebundenen Ganztagsschule. Lediglich 81 von 415 Befragungsteilnehmern hätten den ausschließlichen Wunsch nach der Betreuungszeit einer verlässlichen Grundschule (8 bis 13 Uhr) geäußert, welche auch in einer offenen Ganztagsschule als Options-Angebot für Eltern erhalten bliebe.

Ausnahme Adenstedt


Diese Mehrheit der Stimmen für die Ganztagsbetreuung zeige sich gleichmäßig in allen Ortschaften, bis auf Adenstedt. Hier seider Anteil an Befürwortern der Ganztagsschule mit 40 Prozent im Vergleich der Ortschaften vergleichsweise gering. Die eingangs dargestellte Anzahl von Kindern, die außerhalb des eigenen Schulbezirks (ohne Ganztagsangebot), in einem anderen Schulbezirk (mit Ganztagsangebot) beschult werden, spräche allerdings für den Bedarf an einer Ausweitung des Ganztagsangebotes, und zwar für alle Ortschaften der Gemeinde Ilsede, inklusive der Ortschaft Adenstedt.

Schulform der Zukunft


Der Wunsch der Mehrheit der Befragungsteilnehmer nach einer Ganztagsbeschulung decke sich mit der Einschätzung der Pädagogen, dass die Ganztagsschule als Schulform der Zukunft anzusehen und der Bedarf dafür gegeben sei. Besonders anzumerken seihier, dass die Beteiligungsquote der Ortschaften, welche dem Schulbezirk der Grundschule Löwenburg/Ölsburg zugeordnet sind, zwar insgesamt eher niedrig sei, gleichzeitig aber in diesem Schulbezirk am häufigsten der Wunsch nach einer teilgebundenen Ganztagsschule geäußert wurde. Dieser Wunsch entspräche exakt der Einschätzung der Bedarfe durch die Ölsburger Schulleitung und verdeutliche beispielhaft den Wandel der Gesellschaft im Hinblick auf den steigenden Bedarf an verlässlicher Betreuung im Grundschulbereich. Gleichzeitig zeichne sich sowohl in den Ergebnissen der Elternbefragung, als auch der Tatsache, dass die Grundschule Oberg eine relativ hohe Anzahl von Schülern aus anderen Schulbezirken aufnehmen würde, der Wunsch nach mehr 5-tägigen Ganztagsangeboten ab.

Kurze Schulwege


In Bezug auf die Faktoren beziehungsweise Rahmenbedingungen, welche Eltern als besonders wichtig für den Schulbesuch ihrer Kinder erachteten, deckten sich die Wünsche von Eltern und Pädagogen insbesondere im Bereich der personellen und räumlichen Ressourcen. So seien die Lehrerversorgung und die Ausstattung mit Förder- und Fachräumen sowohl für Pädagogen, wie für Eltern, gleichermaßen von Bedeutung.

Ein wichtiger Punkt aus Elternsicht seilaut Ergebnis der Befragung allerdings auch ein kurzer Schulweg. Diesen Aspekt betrachten rund 53 Prozent der Befragungsteilnehmer als sehr wichtig. Damit rangierte dieser Wunsch nach der Lehrerversorgung einer Schule, die rund 82 Prozent der Befragungsteilnehmer als sehr wichtig erachten, gleich an zweiter Stelle im „Ranking“ der für Eltern wichtigen Rahmenbedingungen für dieZukunft.




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