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Bereits 45.412 Unterschriften für Volksbegehren Artenvielfalt gesammelt



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Bereits 45.412 Unterschriften für Volksbegehren Artenvielfalt gesammelt

610.000 Unterschriften sind erforderlich, damit es zu einer Abstimmung im Landtag kommt.

Die Initiatorinnen und Initiatoren freuen sich über 45.412 gültige Unterschriften, die der Landeswahlleiterin zum 1. August vorlagen: Anne Kura, Holger Buschmann, Hanso Janßen, Klaus Ahrens.
Die Initiatorinnen und Initiatoren freuen sich über 45.412 gültige Unterschriften, die der Landeswahlleiterin zum 1. August vorlagen: Anne Kura, Holger Buschmann, Hanso Janßen, Klaus Ahrens. Foto: NABU

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Region. „In den vergangenen knapp acht Wochen seit Beginn des Unterschriftensammelns haben bereits rund doppelt so viele Menschen das Volksbegehren unterschrieben, wie es in der ersten Runde erforderlich ist: Das ist großartig und wir danken allen, die dazu beigetragen haben“, berichtet Klaus Ahrens, der das Volksbegehren Artenvielfalt initiiert hat. 45.412 gültige Unterschriften hat die Landeswahlleiterin bis zum 1. August gemeldet. 25.000 Unterschriften braucht es, um den Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit zu stellen. Hierüber berichtet die NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen in einer Pressemitteilung.



„Das Landesgesetz gibt uns hierfür Zeit bis zum 13. November. Diese Zeit nehmen wir uns, schließlich haben wir gerade erst angefangen und sind durch Corona beim Sammeln eingeschränkt. Hunderte ehrenamtlich Aktive in ganz Niedersachsen setzen sich dennoch jeden Tag sehr engagiert für das Volksbegehren ein: auf Marktplätzen und in Fußgängerzonen, in Städten und auf dem Land. Jetzt geht es mit Volldampf in die zweite Runde: Wir sammeln weiter Unterschriften für ein erfolgreiches Volksbegehren und für besseren Artenschutz in Niedersachsen“, so Ahrens, der zugleich Vizepräsident der Deutschen Berufs und Erwerbsimker ist. „Denn nur mit dem Volksbegehren können wir echte Verbesserungen für den Artenschutz in Niedersachsen erreichen.“

610.000 Unterschriften erforderlich


Wem die Natur und ein besserer Tier- und Pflanzenschutz in Niedersachsen am Herzen liege und wer noch nicht unterschrieben habe, könne sich jetzt mit der Unterschrift unter das Volksbegehren ganz konkret für mehr Artenschutz einsetzen: „Für mehr Lebensraum und Nahrung für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, für das Überleben der Wiesenvögel wie Kiebitz und Feldlerche und dafür, dass Naturschutzgebiete pestizidfrei und Uferzonen an Gewässern besser geschützt werden“, sagt Ahrens. Damit es zu einer Abstimmung im niedersächsischen Landtag über das Gesetz kommt, braucht es insgesamt rund 610.000 Unterschriften für das Volksbegehren, die bislang gesammelten Unterschriften zählen dabei mit. Lehnt der Landtag das Gesetz ab, folgt ein Volksentscheid.


Bindende gesetzliche Regelungen gefordert


Für den NABU Niedersachsen galt und gilt weiterhin: Solange mit dem Niedersächsischen Weg keine adäquaten Ergebnisse in Natur und Umwelt erreicht werden, wird der NABU am Volksbegehren festhalten. „Wir benötigen nicht nur eine Vereinbarung, sondern ebenso beschlossene gesetzliche Regelungen und die dazugehörigen finanziellen Mittel insbesondere für die Ausgleichszahlungen für die dann verpflichtenden Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe“ stellt Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann klar.

Jeder kann beim Sammeln helfen


Die Materialien zum Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt“, welches mittlerweile von fast 200 Organisationen in Niedersachsen unterstützt wird, können von allen Interessierten weiterhin angefordert werden. „Wir bekommen viele Anfragen von Menschen, die sich für den Artenschutz einsetzen möchten“, berichtet NABU-Regionalgeschäftsstellen Leiterin Josefine Beims: „Die Unterschriftenlisten können ebenso wie die Info-Broschüren und Plakate bei uns angefordert und in unserer Regionalgeschäftsstelle im Kurt-Schumacher-Ring 4 in Salzgitter-Lebenstedt abgeholt werden. Wir wissen, dass von engagierten Bürgern in vielen Betrieben und Vereinen, auch in Kleingartenanlagen, Unterschriften gesammelt werden, und hören immer wieder, dass sie auch in der eigenen Nachbarschaft von Haus zu Haus gehen. Das freut uns natürlich ganz besonders und zeigt, wie stark die Unterstützung des Volksbegehrens und seiner Anliegen für mehr Artenschutz und einen Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft durch verlässliche Ausgleichszahlungen ist. Die Menschen haben verstanden, dass es so nicht weitergehen kann!“

Infostände in der gesamten Region


Zudem finden an mehreren Stellen in Südost-Niedersachsen - von Goslar bis Gifhorn, von Helmstedt bis Peine - Woche für Woche Stände statt. „Viele Menschen berichten uns am Telefon, wie froh sie sind, dass dem Artensterben mit dem Volksbegehren gegengesteuert wird, weil sie wahrnehmen, dass Kiebitz, Uferschnepfe, Kleiner Fuchs und Pfauenauge, dass blühende Wiesen und Hecken für die Vogelwelt ganz schwer auf dem Rückzug sind“, sagt Beims und betont, dass Unterschriftenlisten gern auch telefonisch angefordert werden können: 05341 90277 16.


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