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Betrugsversuch mit Steam-Karte gescheitert



Helmstedt

Betrugsversuch mit Steam-Karte gescheitert


Symbolfoto: Anke Donner
Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Schöningen. Durchaus richtig reagiert hat eine 68 Jahre alte Frau aus Schöningen, als ihr am Dienstagnachmittag über das Telefon ein Geldsegen versprochen wurde. Ein Betrugsversuch mit sogenannter Steam-Karte. Das teilt die Polizei Wolfsburg mit.



Gegen 16 Uhr meldete sich über eine ihr unbekannte Telefonnummer eine männliche Stimme und gratulierte der Rentnerin zum Gewinn eines fünfstelligen Bargeldbetrages. Die näheren Gewinnmodalitäten würde sie am nächsten Tag erfahren. So schnell wie der Anruf gekommen war, so schnell hatte der Anrufer auch schon das Telefonat beendet. Am Mittwochvormittag klingelte wieder das Telefon der Schöningerin und sie las dieselbe Telefonnummer wie am Vortag ab. Diesmal meldete sich eine weibliche Stimme und gab der Dame angebliche Codes für einen Geldkoffer durch, mit dem ein Anwalt in Kürze bei der Dame vor der Tür stehen wolle. Allerdings solle die 68-Jährige vorher noch eine sogenannte Steam-Karte erwerben, die mit 900 Euro aufgeladen werden muss. Den Code der Steam-Karte müsse sie dann nur noch der Anruferin mitteilen und schon würde sich der angebliche Anwalt mit dem angeblichen Gewinn auf den Weg machen.

Nun kam es der Angerufenen doch etwas spanisch vor und sie informierte eine Bekannte, die ihr wiederum riet, sich an die Polizei zu wenden. Hier flog nun der ganze Schwindel auf, denn die Betrugsmasche mit den Steam-Karten ist mittlerweile bekannt.

Hintergrund: Steam-Karten


Bei Steam-Karten handelt es sich um eine Vertriebsform für Computerspiele, Filmeund anderes im Internet. Die Steam-Karte wird ähnlich wie eine Telefon-Prepaid-Karte mit Geld aufgeladen. Auf den Karten befindet sich ein Code zum Freischalten der darauf befindlichen Geldsumme. Der auf den Steam-Karten frei zu rubbelnde Code soll durch den Angerufenen angesagt werden. Haben die Täter erst einmal diesen Steam-Kartencode, ist das Geld verloren. Die angeblichen Gewinnversprecher überprüfen die Codes, lösen sie sofort ein und buchen das Geld auf eines ihrer Konten. Danach hören die Opfer nie wieder etwas von den Anrufern oder dem angeblichen Gewinn.

Die Polizei lobt das Verhalten der Frau. "Sie ist misstrauisch geworden und hat sich mit einer Bekannten ausgetauscht. Zudem hat sie anschließend die Polizei informiert", so ein Beamter. Bleiben Sie in jedem Fall misstrauisch, wenn Sie einen Anruf von einer unbekannten Rufnummer erhalten. Tauschen sie sich mit Freunden, Bekannten oder Familienangehörigen aus. Gehen Sie nicht auf die Forderungen der Betrüger ein und beenden Sie das Telefonat. Informieren Sie im Anschluss die Polizei. Notieren sie sich folgende Daten für die Polizei: Uhrzeit des Anrufs, Nummer des Anrufers, Name des Anrufers (auch wenn dieser vermutlich erfunden ist), Gesprächsverlauf.


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