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Brandschutzbedarf: Sicherheitsfirma stellt Gutachten für Salzgitter vor



Brandschutzbedarf: Sicherheitsfirma stellt Gutachten für Salzgitter vor

Zur personellen Stärke der Freiwilligen Feuerwehren in Salzgitter werden in der Zukunft weitere Weichen von der Stadt gestellt werden. Ein Nachwuchsproblem bestehe nicht.

von Kathrin Kühn


Von links: Stadtbrandmeister Andreas Sydow, Fachdienstleiter Arne Sicks, Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Michael Rode vom Stadtkommando, Gutachter Sven Ohrem, Dirk Bauer vom Stadtkommando und Eric Neiseke Stadtrat auf dem Hof der Wache 1.
Von links: Stadtbrandmeister Andreas Sydow, Fachdienstleiter Arne Sicks, Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Michael Rode vom Stadtkommando, Gutachter Sven Ohrem, Dirk Bauer vom Stadtkommando und Eric Neiseke Stadtrat auf dem Hof der Wache 1. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Zur dauerhaften Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren in Salzgitter hat Oberbürgermeister Frank Klingebiel schon im Jahr 2017 einen Zukunftsprozess initiiert. Nach einer Mitarbeiter-Befragung in der Berufsfeuerwehr und der Arbeit von verschiedenen Arbeitsgruppen war ein konkretes Arbeitsergebnis, dass die Notwendigkeit eines Brandschutzbedarfsplanes besteht. Im Jahr 2018 hat der Rat der Stadt Salzgitter die Erstellung eines Brandschutzbedarfsplanes beschlossen.



Mit der Erstellung eines ersten Teils (IST-Analyse zum Feuerwehrwesen) wurde im März des vergangenen Jahres das Gutachterbüro Luelf und Rinke Sicherheitsberatung GmbH beauftragt. Im Gutachten, das nun vorliegt, wird die aktuelle Situation des Brandschutzes in Salzgitter näher untersucht, wie die Stadt Salzgitter in einer Pressemitteilung berichtet. Es geht unter anderem um die Planungsgrundlagen für Einsätze der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren in Salzgitter, um deren Standortstruktur, die Arten der Einsätze der letzten Jahre sowie die den Zustand der Wachen der Wehren und deren Ausstattung mit Fahrzeugen.

Im Gespräch mit regionalHeute.de schildern sowohl Oberbürgermeister Klingebiel als auch Sicherheitsbeauftragter und Gutachter Sven Ohrem was die besondere Situation der Feuerwehren in Salzgitter, die Standortbedeutung und damit die Zukunft der Feuerwehren und deren Finanzierung betrifft.



"Zusammenspiel von Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehr"



"Ich bin sehr stolz auf unsere Ehrenamtlichen hier in Salzgitter. Das Engagement der vielen Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren stärkt nicht nur das Ehrenamt in der Stadt, sondern ist auch fest in der Dorfgemeinschaft verankert. Dass Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr in Salzgitter so gut ineinandergreifen, ist ein besonderes Merkmal unserer Stadt. Das erleichtert auch für mich die Planung der Finanzierung der Feuerwehrstrukturen hier vor Ort. Wenn das Stadtkommando zu dem Schluss kommt, dass alle Standortwachen erhalten werden müssen, werden wir auch irgendwie die Finanzierung bewerkstelligen", so Oberbürgermeister Frank Klingebiel zuversichtlich.

Positiv sehe Klingebiel, dass das Gutachten zu dem Schluss kommt, dass die Feuerwehren vor allem im Kinder- und Jugendbereich gut aufsgestellt seien, die Zukunft der Feuerwehren personell also durch ausreichenden Nachwuchs gut gesichert sei.


"Zweiteilung der Risikobereiche in Salzgitter"


Auch der Gutachter der Sicherheitsfirma Luelf und Rinke, Sven Ohrem, kommt zu dem Schluss, dass die Standortstruktur in Salzgitter besonders sei, denn anders als in anderen vergleichbaren Städten könne hier kein Schwerpunkt nur in der Fläche oder der Einwohnerzahl gelegt werden. Nur beides zusammen würde die Standortstrukturen bestimmen. Durch die Zweiteilung der Risikobereiche in Bad und Lebenstedt sehe man in Salzgitter eine Besonderheit in der Standortstärke der Feuerwehren. Auch Ohrem bestätigt, dass sich in Salzgitter über die letzten Jahre eine gute Zusammenarbeit zwischen Freiwilliger und Berufsfeuerwehr entwickelt habe. Diese Faktoren seien wichtig für die geplanten baulichen Maßnahmen in der Standortstruktur und die personellen Veränderungen in den Risikobereichen Bad und Lebenstedt.


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