"50 Bäume für die Innenstadt" - Hier könnten sie stehen

Auch derzeit noch versiegelte Standorte werden in Betracht gezogen. Ein großes Fragezeichen steht noch hinter der Finanzierung.

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Braunschweig. Wie kann die Braunschweiger Innenstadt grüner und kühler werden? Einen Teil dazu beitragen soll das Förderprojekt „50 Bäume für die Innenstadt Braunschweigs“. Über dessen Sachstand gibt die Stadtverwaltung jetzt im Rahmen der Sitzung des Umwelt- und Grünflächenausschusses am kommenden Mittwoch in einer Mitteilung Auskunft.



Im März dieses Jahres hatte die Stadt Braunschweig einen Förderantrag für einen Zuschuss für 50 neue Baumpflanzungen in der Innenstadt im Rahmen des Förderprogrammes „Resiliente Innenstädte“ bei der NBank gestellt. Dabei handelt es sich einerseits um potenzielle Baumstandorte in bereits bestehenden städtischen Pflanzbeeten und Vegetationsflächen und andererseits um derzeit befestigte Flächen des öffentlichen Raumes.

Schon im Herbst soll es losgehen


Nach mehreren Rundgängen in der Innenstadt habe man nahezu 60 Standorte in Bestandsgrünflächen gefunden. Es ist vorgesehen, diese Bäume im Bestandsgrün bereits im Herbst und Frühwinter dieses Jahres zu pflanzen. Diese Baumpflanzungen würden aus Mitteln des Teilhaushalts des Fachbereichs Stadtgrün in Eigenregie auch umgesetzt, sollte kein Zuwendungsbescheid ergehen.

Hier könnten bald Bäume gepflanzt werden.
Hier könnten bald Bäume gepflanzt werden. Foto: Stadt Braunschweig


Darüber hinaus wurden eine Reihe weiterer Standorte auf befestigten Flächen im Straßenraum eruiert, auf denen Baumpflanzungen umgesetzt werden könnten. Diese Flächen befinden sich derzeit in der verwaltungsinternen Prüfung und Abstimmung. Bei positivem Ergebnis müssten die geplanten Flächen zunächst entsiegelt werden und könnten anschließend ebenfalls mit Bäumen begrünt werden.

Finanzierung noch unklar


Doch die Frage der Finanzierung ist noch unklar. Das Projekt „50 Bäume für die Innenstadt Braunschweig“ habe einen voraussichtlichen Finanzbedarf von etwa 420.000 Euro, wobei die finanzielle Förderung über das Programm „Resiliente Innenstädte“ bis zu 40 Prozent betragen könnte, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Derzeit befinde sich der Förderantrag in Prüfung beim Fördermittelgeber und der Steuerungsgruppe.

Während an den Bestandsgrünflächen auch ohne Zusage mit dem Projekt begonnen werden kann, seien die Pflanzmaßnahmen auf den derzeit versiegelten Standorten aufgrund der damit verbundenen Kosten stark von der Bewilligung des gestellten Förderantrags abhängig. Sollte kein Zuwendungsbescheid ergehen, wolle die Verwaltung alternative Fördermöglichkeiten prüfen, um perspektivisch die Entsiegelungen und Baumpflanzungen dennoch durchführen zu können.

Neue Baumarten geplant


Die vorgeschlagenen Baumstandorte sollen mit klimaresilienten Baumarten, die den Herausforderungen des Klimawandels besser gewachsen sind als Baumarten, die in der älteren Vergangenheit für die Straßenraumbegrünung verwendet wurden, bepflanzt werden, um eine möglichst nachhaltige Begrünung und Verschattung für die städtische Wärmeinsel der Innenstadt zu schaffen.

Auch ein weiteres wichtiges Thema soll von vornherein mitgeplant werden. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Hitze- und Trockenperioden komme der bedarfsgerechten Bewässerung von Stadtbäumen eine immer größere Bedeutung zu, heißt es in der Vorlage weiter. Insbesondere bei neu gepflanzten Bäumen sowie bei Bäumen an stark belasteten innerstädtischen Standorten könne eine ausreichende und zum richtigen Zeitpunkt erfolgende Wasserversorgung entscheidend für die langfristige Vitalität und Entwicklung sein.

Bodenfeuchtesensoren sollen informieren


Vor diesem Hintergrund sei es beabsichtigt, die innerstädtischen Baumpflanzungen zusätzlich an ausgewählten und repräsentativen Standorten mit Bodenfeuchtesensoren auszustatten, um die tatsächliche Bodenfeuchtesituation zu erfassen und dadurch eine bedarfsgerechtere Steuerung der Bewässerung bei gleichzeitig möglichst effizientem Einsatz der zur Verfügung stehenden Wasserressourcen zu ermöglichen.

Insbesondere nach ausreichenden Niederschlagsereignissen könne eine Bewässerung gegebenenfalls zurückgestellt werden, während bei anhaltender Trockenheit und entsprechend abnehmender Bodenfeuchte eine frühzeitige Bewässerung veranlasst werden könne. Im Stadtgebiet Braunschweig seien derzeit bereits insgesamt 52 Bodenfeuchtesensoren beziehungsweise Messstandorte eingerichtet. Die Standorte seien nahezu über das gesamte Stadtgebiet verteilt und bildeten damit unterschiedliche Standort- und Vegetationsbedingungen ab.

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