"Always believe in your dreams!": Dennis Schröder ist Ehrenbürger

Braunschweigs Oberbürgermeister Kornblum verlieh dem Basketball-Star gestern den Ehrenbürgerbrief.

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Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum überreichte dem sichtlich gerührten Dennis Schröder den Ehrenbürgerbrief.
Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum überreichte dem sichtlich gerührten Dennis Schröder den Ehrenbürgerbrief. | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig. Oberbürgermeister Kornblum würdigte Dennis Schröder anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenbürger Braunschweigs am gestrigen Abend bei einem Empfang in der Volkswagenhalle. Er betonte Schröders außergewöhnliche Karriere vom Nachwuchsspieler zum Welt- und Europameister, Olympischen Fahnenträger und MVP. Im Anschluss trug sich Schröder ins Goldene Buch der Stadt ein.



Besonders hob Kornblum Schröders Teamgeist, seine Führungsstärke und seine Verbundenheit mit der Heimatstadt hervor. Schröder engagiere sich zudem für Kinder und Jugendliche, den Basketball, Bildung und Chancengleichheit. Mit der Basketball-Academy, seinem Engagement bei den Basketball Löwen sowie einer bilingualen Schule und Kita gibt er der Stadt und der nächsten Generation etwas zurück. Die Ehrenbürgerwürde würdige daher nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch sein gesellschaftliches Engagement.

Mittmann lobt Führungsstärke


Nils Mittmann, Wegbegleiter und Basketball Löwen-Geschäftsführer, würdigte Dennis Schröder als außergewöhnlichen Sportler, dessen Erfolg auf Familie, Motivation, harter Arbeit, Selbstvertrauen und einem klaren Mindset beruht. Demnach war Schröder bereits 2011 überzeugt, in die NBA zu kommen – ein Ziel, das er mit großer Beharrlichkeit erreichte. Als Kapitän prägte er zudem die deutsche Nationalmannschaft und führte sie zu Bronze bei der EM 2022, zum WM-Titel 2023 und zum EM-Titel 2025, jeweils als MVP. Mittmann betonte besonders Schröders Führungsstärke und seinen positiven Einfluss auf Mitspieler. Trotz internationaler Erfolge bleibe Schröder seiner Heimat Braunschweig verbunden und engagiere sich dort vielfältig für Basketball, Bildung und junge Menschen.

Dennis als Symbol für Braunschweig


Basketballtrainer und "Entdecker" Liviu Calin schilderte Dennis Schröder in seiner Rede als außergewöhnlich fokussierten, mental starken und zielstrebigen Spieler. Er betonte ihre enge Verbindung, sein Vertrauen in Dennis’ Fähigkeiten und seine Entwicklung vom Jugendlichen zum Weltstar. Calin sei stolz, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein, und sehe Dennis als Symbol für Braunschweig.

Sportliche und schulische Förderung


Andreas Meisner, der ehemalige Schulleiter der IGS Franzsches Feld, würdigte Schröder in seinem Beitrag als außergewöhnliche Persönlichkeit und jüngsten Ehrenbürger Braunschweigs. Trotz seiner internationalen Karriere und Stationen in den USA sei Braunschweig für ihn stets Heimat geblieben. Meisner erinnerte sich an Schröders Schulzeit und die enge Verbindung von sportlicher und schulischer Förderung durch Trainer Livio Calin und seine Wegbegleiter. Schröders Erfolg beruhe auf dem Motto „Dream, Believe, Work hard“: Träume haben, an sich glauben und hart dafür arbeiten. Dabei habe er gelernt, aus Fehlern zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und etwas zurückzugeben. Besonders beeindruckend sei, dass Schröder trotz Weltmeistertitel, NBA-Karriere und großer Erfolge menschlich, emotional und bodenständig geblieben sei. Meisner betonte, dass Schröder seine Herkunft nie vergessen habe und heute als Vorbild für Braunschweig und weit darüber hinaus stehe. Die Ehrenbürgerwürde sei daher eine verdiente Anerkennung seines Lebenswegs und seines Engagements.

Dennis Schröder trug sich mit den Worten
Dennis Schröder trug sich mit den Worten "Always believe in your dreams!" in das Goldene Buch der Stadt Braunschweig ein. Foto: Matthias Kettling



Dennis Schröder bedankte sich bei den Menschen, die ihn auf seinem Weg unterstützt und an ihn geglaubt haben. Besonders würdigte er seine Lehrerin Sabine Weihe, seinen Trainer Livio Calin, den er nach dem Verlust seines Vaters als „zweiten Papa“ bezeichnete, und Nils Mittmann. Sie gaben ihm Vertrauen, Orientierung und den Mut, seine NBA-Träume zu verfolgen. Mittmann habe ihn zudem bestärkt, zum Nike Hoop Summit zu fliegen. Schröder trage diese Unterstützung bis heute weiter und helfe anderen, wie ihm einst geholfen wurde.

"Wir haben viele Geschichten"


Zudem bedankte sich Schröder beim damaligen Schulleiter Meisner: "Andreas, wir haben viele Geschichten. Deine Worte haben mich sehr getroffen. Wir hatten sehr viele Gespräche, ich wurde immer wieder eingeladen. Ich kannte dein Office fast besser als du selbst. Wir haben Tee getrunken, über das Leben gesprochen und du hast mir immer positive Dinge mitgegeben. Viele andere hätten mir vielleicht ein oder zwei Klassenkonferenzen gegeben und danach wäre ich von der Schule gewesen. Aber du hast an mich geglaubt. Du hast mich immer gepusht und wusstest, dass ich als junger Mensch anders war und ein Rebell. Du hast immer an mich geglaubt, und genau das braucht man, um seine Ziele zu erreichen und wirklich erfolgreich zu sein. Du bist Familie für mich."

Die Familie ist das Wichtigste: Dennis Schröder (links) mit seiner Mutter Fatou und Bruder Che.
Die Familie ist das Wichtigste: Dennis Schröder (links) mit seiner Mutter Fatou und Bruder Che. Foto: Matthias Kettling



Die Familie ist das Wichtigste


"Auch meine Familie hat unglaublich viel für mich geopfert," fuhr Schröder fort. "Meine Mutter hat teilweise ihr eigenes Geld, das sie eigentlich nicht hatte, für mich gegeben, damit ich meinen Weg gehen und zum Training konnte, das Gleiche auch mein Bruder Che. Hundertzwanzig Euro hier, zweihundertvierzig Euro da – ihr habt mir immer euren letzten Cent gegeben. Ich habe immer gesagt: Eines Tages werde ich es euch zurückzahlen und für die Familie sorgen. Das ist meine Motivation jeden Tag. Wenn ich in die Halle gehe, denke ich an meine Familie und an alle Menschen, die mir geholfen und mich hierhergebracht haben. Ich trainiere so hart ich kann und versuche, als Mensch und als Spieler besser zu werden. Ihr seid das Wichtigste in meinem Leben, und dafür danke ich euch von Herzen."

"Meine Frau hält mich auf dem Boden"


"Auch meine Frau spielt dabei eine riesige Rolle. Wir haben drei wundervolle Kinder, und sie hält mich jeden Tag auf dem Boden. Sie hat keine Angst, mir zu sagen, wenn etwas falsch ist. Ich weiß, dass ich mich als Mensch sehr verändert habe. Heute bin ich 32, habe eine Frau, Kinder und eine Familie, für die ich da sein möchte. Das bedeutet mir alles. Und auch an alle Basketballer: Danke, dass ihr heute hier seid und mir so viel Liebe zeigt. Das ist diese Familienatmosphäre, von der ich spreche. Ich glaube an euch und wünsche euch eine starke Saison. Vielen Dank an euch alle.“