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Behrens zuversichtlich: "Neue Corona-Variante eher unwahrscheinlich"



Behrens zuversichtlich: "Neue Corona-Variante eher unwahrscheinlich"

Trotzdem will Niedersachsen die Impf-Infrastruktur aufrecht erhalten. Ab Oktober gibt es neue Voraussetzungen für den Impfstatus.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

Niedersachsen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnte kürzlich vor einer Corona-Killervariante, die so ansteckend wie Omikron und so tödlich wie Delta sein könne (regionalHeute.de berichtete). In der Niedersächsischen Landesregierung teilt man diese Sorge offenbar nicht. Dass sich eine neue Variante durchsetze, sei eher unwahrscheinlich, teilte die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit.



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Omikron sei so dominant, dass es derzeit keine Hinweise darauf gebe, dass eine neue, möglicherweise gefährlichere Variante im Anmarsch sei. Dies hätten ihr die Experten, mit der sie im Austausch stehe, versichert. Allerdings habe sich mittlerweile die noch ansteckendere Untervariante Omikron BA2 in Deutschland weitgehend durchgesetzt. Möglich sei auch, dass man sich kurz nach einer Genesung erneut mit dem Virus infiziere. Dies sei wohl eine "Spezialität" von Omikron, so Behrens. Man müsse auch konstatieren, dass der zur Verfügung stehende Impfstoff kaum vor einer Ansteckung schütze, wohl aber gegen einen schweren Verlauf.



Impf-Infrastruktur bleibt auch im Sommer


Behrens kündigte an, dass man die Impf-Infrastruktur auch über den Sommer aufrecht erhalten wolle, um auf eine veränderte Situation schnell reagieren zu können. Aktuell halte sich die Nachfrage in Grenzen. Letzte Woche seien 42.000 Impfungen in den Arztpraxen und 12.000 durch die Mobilen Impfteams durchgeführt worden. Derzeit würden zumeist Viertimpfungen nachgefragt. Hierfür gebe es eine Empfehlung für Über-70-Jährige und Personen mit entsprechender Vorerkrankung. Für alle anderen mache es wahrscheinlich Sinn, auf den auf Omikron angepassten Impfstoff zu warten.


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Änderung des Impfstatus


Doch noch ein anderer Aspekt komme hier zum Tragen. Laut Bundesinfektionsschutzgesetz ändern sich am 1. Oktober die Voraussetzungen für den Impfstatus. Als vollständig geimpft gilt dann nur noch, wer dreimal geimpft oder zweimal geimpft und genesen ist. Dies würde vor allem dann relevant, wenn es zu einer Rückkehr der 2G oder 3G-Regel kommt. Aktuell sind in Niedersachsen 63,7 Prozent der Bevölkerung geboostert.


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