Das Konzept für den Hochwasserschutz steht

Vorerst sind fünf prioritäre Maßnahmen geplant. Die Innenstadt soll mit einem "Sandsackersatzsystem" geschützt werden.

von Alexander Dontscheff


2017 war das letzte größere Hochwasser in Braunschweig. Archivbild
2017 war das letzte größere Hochwasser in Braunschweig. Archivbild Foto: Sandra Zecchino

Braunschweig. In seiner Sitzung am morgigen Freitag stellt die Stadt Braunschweig dem Feuerwehrausschuss das neue Hochwasserschutzkonzept für die Stadt Braunschweig vor, das vom Ingenieurbüro HGN erstellt wurde.


Das Konzept umfasst verschiedene Bereiche. Zum einen soll es als wichtige Informationsgrundlage dienen, an welchem Ort welche Hochwassergefahren drohen und die abgelaufenen Hochwasserereignisse der jüngeren Vergangenheit im Stadtgebiet dokumentieren. Des Weiteren sollen die Bürger durch Informationen unterstützt werden, wie die Eigenvorsorge gegen Hochwasser verbessert werden kann. Außerdem werden zehn Standorte für mögliche Hochwasserschutzdämme (sogenannte „Linienschutzmaßnahmen“) und ein großes Hochwasserrückhaltebecken südlich von Rautheim vorgeschlagen. Diesbezüglich wird auch eine Prioritätenliste unter Berücksichtigung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses aufgestellt. Ferner wird rechtlich begründet, dass die Umsetzung der Maßnahmen freiwillig ist und hierzu keine gesetzliche Verpflichtung bestehe.

Die priorisierten Maßnahmen im Überblick.
Die priorisierten Maßnahmen im Überblick. Foto: Stadt Braunschweig


Laut der genannten Priorisierung sollen folgende fünf Maßnahmen konkret geprüft werden:
1. Schutz der Innenstadt: Beschaffung eines Sandsackersatzsystems (300.000 Euro)
2. Linienschutzmaßnahme entlang der Oker in Stöckheim (660.000 Euro)
3. Linienschutzmaßnahme entlang der Oker im Bürgerpark (191.000 Euro)
4. Linienschutz der Schuntersiedlung an Wabe und Schunter (545.000 Euro)
5. Rückhaltebecken an der Wabe südlich von Rautheim (Machbarkeitsuntersuchung 170.000 Euro) (Baukosten zirka 1,7 Millionen Euro)

Neue Problembereiche erkannt


Ein Linienschutz für Gliesmarode könnte entfallen, wenn das Hochwasserrückhaltebecken bei Rautheim realisiert werden kann. Das Konzept zeige auch die Folgen der Okerverschlammung auf. Pestalozzistraße, Maschplatz und Tunicastraße seien neue Problempunkte, für die noch geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln seien. Die Untere Wasserbehörde werde hier im nächsten Jahr Lösungsvorschläge ausarbeiten lassen.

Das Konzept soll später für den Download auf der Homepage der Stadt zur Verfügung stehen und der Öffentlichkeit im Rahmen einer Vortragsveranstaltung vorgestellt werden.


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