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Die rechte Spur von Küchenstraße und Hagenbrücke wurde zum Pop-up Radweg

Eine Aktion von Greenpeace und Partnern für bessere Radwege in Braunschweig fand am heutigen Samstag in der Innenstadt statt.

von Alexander Dontscheff


Susanne Schroth vom ADFC Braunschweig bei der heutigen Fahraddemo in der Küchenstraße.
Susanne Schroth vom ADFC Braunschweig bei der heutigen Fahraddemo in der Küchenstraße. Foto: Kathrin Kühn

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23.05.2020

Braunschweig. In mehr als 20 deutschen Städten fand am heutigen Samstag eine gemeinsame Aktion von Greenpeace, ADFC und weiteren Partnern für sichere, neue Radwege statt. In Braunschweig wurde dafür der rechte Fahrstreifen in der Küchenstraße und der Hagenbrücke in Fahrtrichtung Hagenmarkt für zwei Stunden in einen Radweg verwandelt. Genauer gesagt in einen Pop-up Radweg.


"Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad und schützen damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch das Klima", heißt es in einer Erklärung von Greenpeace. Doch in vielen deutschen Großstädten fehle es an Platz für Fahrradfahrende und Fußgänger. Die neuen Abstandsregeln gegen Corona würden dies unterstreichen. Weltweit würden daher Städte in der Pandemie ihren Straßenraum neu verteilen. Zuletzt habe Brüssel seine Innenstadt zur Tempo 20 Zone erklärt, in der Fußgänger und Radfahrer den Vortritt hätten.

"Es fehlt der politische Wille"


Von Mailand bis Madrid würden Radwege eingerichtet, damit sich Menschen in sicherem Abstand bewegen könnten. Rechtlich sei das auch in Deutschland leicht möglich, dennoch habe hierzulande bisher nur Berlin Autospuren in Radspuren umgewandelt. So genannte Pop-Up Radwege, die durch einfache Maßnahmen wie Linien oder Baken kurzfristig eingerichtet werden können und in einer akuten Gefahren- oder Krisensituation schnell für mehr Platz und Sicherheit im Radverkehr sorgen sollen. „Die rechtlichen Möglichkeiten für sichere Radwege sind da, der Bedarf auch. Was fehlt ist der politische Wille“, sagt Johanna Gelhaus, Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Braunschweig.

Damit sich in mehr Städten etwas tue, protestierten Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace, ADFC und anderen Organisationen am heutigen Samstag in mehreren deutschen Städten.


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