Dr. Christine Arbogast soll neue Sozialdezernentin werden


Dr. Christine Arbogast soll auf Andrea Hanke als Sozialdezernentin folgen. Foto: Anke Donner
Dr. Christine Arbogast soll auf Andrea Hanke als Sozialdezernentin folgen. Foto: Anke Donner | Foto: Anke Donner

Braunschweig. Dr. Christine Arbogast soll neue Stadträtin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend in Braunschweig werden. Dies teilte die Stadt am Dienstag mit. Das schlägt Oberbürgermeister Ulrich Markurth dem Rat zur Entscheidung in seiner Sitzung am 12. Juni vor.


Arbogast ist seit Juli 2014 Erste Beigeordnete (Erste Stadträtin) der Universitätsstadt Tübingen in der Funktion der ständigen allgemeinen Vertreterin des Oberbürgermeisters und Leiterin der Fachbereiche Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung; Bildung, Betreuung, Jugend und Sport; Soziales; Kunst und Kultur. Daneben ist sie verantwortlich für den städtischen Eigenbetrieb Musikschule sowie die Altenhilfe gGmbH, die Sporthallenbetriebs GmbH und die Zimmertheater GmbH. Zuvor war Arbogast fast zwei Jahre lang Leiterin des Amtes für Bildung, Soziales und Familie der Stadt Nürtingen

"Dr. Christine Arbogast erfüllt die Anforderungen der Stellenausschreibung in besonderem Maße", betont OB Ulrich Markurth. "Sie verfügt über einschlägige Erfahrungen in der kommunalen Selbstverwaltung sowie über das erforderliche Verständnis für das politische Wirkungsfeld einer Wahlbeamtin und seinen Verflechtungen zwischen Politik und Verwaltung. Die geforderten langjährigen praktischen Kenntnisse in den Schwerpunktgebieten des Dezernats kann sie einerseits durch ihre Tätigkeiten in kommunalen Gebietskörperschaften nachweisen, andererseits auch durch eine achtjährige Tätigkeit als Bildungsreferentin der Friedrich-Ebert-Stiftung. Schwerpunktthemen dort waren beispielsweise kommunale Sozialpolitik, Schulentwicklungsplanung, ‚Bildungspolitik von unten‘ mit Ganztagsbetreuung und Inklusion." Arbogast habe sich auch im persönlichen Vorstellungsgespräch nochmals deutlich von den weiteren Bewerberinnen und Bewerbern abgehoben und die sich aus ihrer Vita ergebenden Erwartungen nachdrücklich bestätigt, indem sie praktische Lösungsansätze für aktuelle Problemstellungen des Dezernates entwickelt und vorgetragen habe.

Die Bewerberin hat Gelegenheit, sich in der Ratssitzung am 12. Juni mit einem Kurzvortrag vorzustellen. Die Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren erfolgt in öffentlicher Sitzung. Am heutigen Dienstag befasst sich der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss mit dem Vorschlag.

Zustimmung von Gleichstellungsbeauftragten


Für dieGleichstellungsbeauftragteMarion Lenz ein gute Wahl:
"Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat das Vorschlagsrecht: Die neue Sozialdezernentin soll Dr. Christine Arbogast aus Tübingen werden. Damit könnte Braunschweig wieder eine hochqualifizierte Frau in einer immer noch sehr männerlastigen Dezernentenrunde erhalten. Denn aktuell ist die Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse dort die einzige Frau.

Mehr weibliche Führungskräfte, das fordern Frauen schon lange, es geht leider nur langsam voran. Auch in der Stadtverwaltung ist seit Jahren ein Zuwachs zu verzeichnen, kleinschrittig und auf den unteren und mittleren Führungsebenen. Umso wichtiger, wenn die Verwaltungsspitze ein deutliches Zeichen setzt und wieder eine Frau für diese Position vorschlägt. Denn es liegt nicht nur daran, dass Frauen gehobene Führungspositionen nicht bekommen, zum Teil wollen sie diese auch nicht. Das hat viele Ursachen, eine davon ist sicher das fehlende Vorbild. Frauen brauchen weibliche Role Models damit sich mehr Frauen für eine solche Karriere entscheiden.

Als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig würde ich mich über die Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast als exponierte weibliche Führungskraft und als Role Model sehr freuen."

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