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In Braunschweig entsteht ein neuer Stadtteil: Rahmenplan der Bahnstadt wird vorgestellt



Ein neuer Stadtteil entsteht: Rahmenplan der Bahnstadt wird vorgestellt

Am morgigen Samstag findet im LokPark ein Bürgerdialog statt.

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer (li.) und Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum.
Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer (li.) und Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. Foto: Axel Otto

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Braunschweig. Die Bahnstadt, im Schwerpunkt südlich des Hauptbahnhofs gelegen, ist mit rund 300 Hektar Fläche das größte städtebauliche Entwicklungsgebiet Braunschweigs. Unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Stadtplanungsbüro Brederlau und Holik einen Rahmenplan für die Entwicklung der Bahnstadt erstellt. Die Ideen und Perspektiven dieses Entwurfs werden am morgigen Samstag im LokPark an der Schwartzkopffstraße präsentiert und zur Diskussion gestellt. Das berichtet die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.



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"Mit der Bahnstadt bauen wir ein entscheidendes Stück Zukunft für Braunschweig", sagte Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum im Rahmen einer Presseführung am heutigen Freitag. "Auf dem wohl größten Stadtentwicklungsgebiet Norddeutschlands entsteht ein ganz neuer Stadtteil. Wir wollen hier den Begriff Stadt neu und zeitgemäß denken, neue Formen des Wohnens, Arbeitens und der Kultur aufnehmen. Dies können wir nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, die ich deshalb herzlich dazu einlade, am morgigen Samstag, 6. November in den LokPark zu kommen und am Dialog über die Zukunft der Bahnstadt teilzunehmen."

Feedback der Bevölkerung



"Der Entwurf des Rahmenplans skizziert ein erstes Zukunftsbild der Bahnstadt und setzt damit die Leitplanken der räumlichen Entwicklung als Grundlage für weitere konkretere Planungen", ergänzte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. "Ende dieses Jahres soll der Rahmenplan finalisiert werden und 2022 in die Ratsgremien gehen. Deshalb möchten wir jetzt ein Feedback der Bevölkerung zu den bisherigen Entwürfen einholen und ihre Ideen in die abschließende Bearbeitung einfließen lassen." Auf die Frage ob die Bahn schon Bereiche des Areals abgetreten habe, teilte Leuer regionalHeute.de mit: "Konkret gibt es noch keine Zusagen, es gibt aber positive Signale aus Kreisen der Bahn AG. Es gibt Gleise die sind und werden nicht reaktiviert und es gibt Gleise wo es noch nicht feststeht."

OB Kornblum und Stadtbaurat Leuer führten die Presse schon mal durch die Ausstellung.
OB Kornblum und Stadtbaurat Leuer führten die Presse schon mal durch die Ausstellung. Foto: Axel Otto



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Die morgige Veranstaltung von 11 bis 16 Uhr im LokPark, Schwartzkopffstraße 3, steht unter dem Titel "Zukunftsreise Bahnstadt". Jede Besucherin und jeder Besucher erhält einen Reiseführer in Form eines Ringbuches. Er reflektiert den aktuellen Planungsstand in Form einer Reise durch die Bahnstadt, wie sie in Zukunft einmal aussehen könnte, mit Hilfe der Phantasie: "Denk dich mit uns in die Zukunft". Der Reiseführer greift wie die Rahmenplanung vier geplante Quartiere in der Bahnstadt der Zukunft heraus und beschreibt schlagwortartig deren jeweiligen Charakter, wie er im gegenwärtigen Stand der Entwürfe herausgearbeitet ist:

1. "Der Hauptgüterbahnhof: Am Puls der Stadt! Arbeiten – Wohnen – Kultur vereint": Ein quirliges Quartier, mit viel Leben auf der Straße und einem Kunst- und Kulturzentrum.
2. "Hauptbahnhof Süd: Rundum lebendig! – Ein Schritt aus dem Bahnhof, und du befindest dich direkt im lebendigen Treiben der Bahnstadt" – Kleine Cafés, Restaurants und der Markt auf dem Bahnhofsplatz prägen dieses Quartier.
3. "Die Gleisharfe: Das Leben ist draußen! – Wohnen und Bahnabenteuer im Grünen" – Mehrgenerationenprojekte, Baugemeinschaften und experimentelle Wohnideen kennzeichnen dieses Quartier, dazu verwunschene Spazierwege entlang alter Schienen.
4. "Das EAW-Gelände (Eisenbahnausbesserungswerk): Innovation und Begegnung – So sieht wirtschaften von morgen aus!" – Das Innovationsquartier für zukunftsfähiges Wirtschaften in behutsam restaurierten historischen Hallen.

3G und Maske Voraussetzung


Im LokPark haben die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung auszutauschen. Und wie immer soll die Beteiligungsaktion auch Spaß machen: Dem Gewinner eines Quiz zur Bahnstadt winkt eine Zugfahrt über das Bahnstadtgelände. Für das leibliche Wohl sorgen LokPark und Stadtgarten. Für den Zutritt in die Halle gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Der jeweilige Nachweis muss am Eingang erbracht werden. Außerdem ist eine Alltagsmaske (medizinisch oder FFP2) zu tragen.


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