Endgültiges Aus: Sie verschwinden jetzt aus Braunschweig

Noch an etwa 15 Standorten in der Löwenstadt gibt es die Relikte aus vergangen Zeiten der Telekommunikation. Doch nicht mehr lange.

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Archivbild | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Die Älteren werden sich noch an die Zeiten erinnern, als öffentliche Telefonzellen die einzige Möglichkeit waren, von unterwegs kurzfristig wichtige Nachrichten zu übermitteln. Doch der Ende der 90er Jahre gestartete Siegeszug des Handys machte die gelben Kabinen im öffentlichen Raum weitgehend überflüssig. Richtige Telefonzellen gibt es schon lange nicht mehr in Braunschweigs Stadtbild. Und nun verschwinden auch noch die letzten Fernsprech-Säulen.



Wie aus einer Antwort der Verwaltung auf die Anfrage von Ingo Schramm, FDP-Vertreter im Stadtbezirksrat Östliches Ringgebiet, hervorgeht, sollen die noch etwa 15 verbliebenen Säulen schon bald abgebaut werden.

Funktion schon abgeschaltet


Die Telekom habe demnach mitgeteilt, dass die Funktion der Telefone bereits an allen Telefonsäulen im Stadtgebiet abgeschaltet wurde. Plan sei es, die restlichen Standorte im Stadtgebiet Ende März / Anfang April abzubauen. Voraussetzung sei, dass alle Genehmigungen für die Bauarbeiten vorliegen und die Stromanschlüsse außer Betrieb genommen wurden.

Für Letzteres sei die Braunschweiger Netz GmbH zuständig. Zum Zeitpunkt der Nachfrage habe die Telekom diesbezüglich noch nicht für alle Standorte eine Erledigungsmeldung erhalten, so die Verwaltung.

Rückbau in den Ferien


Anlass für Ingo Schramms Anfrage war die Fernsprech-Säule vor der Comenius Schule in der Karl-Marx-Straße Ecke Comeniusstraße, die stark beschädigt sei. Dies sei die letzte Säule im Östlichen Ringgebiet, wie die Telekom mitteilte. Sie werde voraussichtlich Ende März abgebaut. Hier habe sich der Rückbau verzögert, da sich der Standort im Bereich einer Bushaltestelle befindet. Die erforderliche Einrichtung einer Halteverbotszone sei im laufenden Schulbetrieb kritisch, so dass der Rückbau für die nächsten Ferien geplant werde.

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