Fernwärmepreise sinken leicht: BS Energy passt Preise an

Ab April wird der Strom für alle BS Energy-Kunden etwas günstiger.

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Symbolfoto. | Foto: Sina Rühland

Braunschweig. Zum 1. April passt BS Energy die Fernwärmepreise an: Für die halbjährliche Neuberechnung der Fernwärmepreise werden vertraglich vereinbarte Referenzwerte der letzten sechs bis zwölf Monate herangezogen. Das geht aus einer Pressemitteilung am heutigen Freitag hervor.



Beim Produkt BS Fernwärme Plus sinkt der Arbeitspreis um rund 4 Prozent und beim Produkt BS Fernwärme Klassik um etwa 2 Prozent. Bei dem Produkt BS Fernwärme Klassik und dem Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses von 12.000 Kilowattstunden sinken die jährlichen Ausgaben für die Wärmeversorgung um rund 47 Euro (brutto). Bei einem Mehrfamilienhaus mit sechs bis acht Wohneinheiten und einem Wärmebedarf von 75.000 Kilowattstunden im Produkt BS Fernwärme Plus sinken die Ausgaben für die Wärmeversorgung um jährlich circa 357 Euro (brutto). Bereits zum 1. Januar hatte BS Energy die Fernwärmepreise infolge des Wegfalls der Gasspeicherumlage gesenkt.

Werte der letzten sechs bis zwölf Monate bestimmen Preise


Die Preise für die Fernwärme werden jeweils zum 1. April und 1. Oktober eines Jahres angepasst. Der Preis berechnet sich dabei durch vertraglich mit den Kunden vereinbarte Preisänderungsformeln. In diesen Formeln werden zum Zeitpunkt der Preisänderung Werte der letzten sechs bis zwölf Monate wie beispielsweise Gasindex, Altholzindex, Investitionsgüterindex, Wärmepreisindex und CO2-Preis herangezogen und daraus ein neuer Preis berechnet, der dann für ein halbes Jahr gilt. Diese Werte kommen von neutralen Stellen, wie zum Beispiel dem Statistischen Bundesamt, und sind öffentlich einsehbar. Der Fernwärmepreis bildet daher nicht das gegenwärtige Marktgeschehen ab, sondern die vergangenen sechs bis zwölf Monate. Steigen die Marktpreise, so erreicht diese Steigerung die Fernwärmekunden erst entsprechend später. Sinken die Marktpreise, so kommt auch die Senkung entsprechend zeitversetzt beim Kunden an.

Wärmewende mit Dekarbonisierung der Wärmeversorgung schreitet voran


Im Bundesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) ist geregelt, dass Wärmenetze bis 2030 zu einem Anteil von 30 Prozent und bis 2040 mit einem Anteil von 80 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden sollen. In der Novelle des Niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG), das zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, hat das Land seine Klimaziele angepasst: In Niedersachsen sollen abweichend vom WPG Wärmenetze bereits bis 2040 zu 100 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Da BS Energy im April 2024 aus der Energieerzeugung mit Steinkohle ausgestiegen ist, beträgt der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeversorgung bereits heute knapp 35 Prozent.

Aktuell erstellt BS Energy einen Transformationsplan für die Wärmeversorgung, der Ziele für die kommenden Jahre darstellt und den Weg dorthin technisch und wirtschaftlich skizziert. Dabei bewege sich BS Energy stets in einem Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Treibhausgasneutralität und Wirtschaftlichkeit. Ein Ziel sei es unter anderem, den Anteil der Fernwärme an der Braunschweiger Wärmeversorgung deutlich zu steigern und weitere Teile des Stadtgebiets zu erschließen. Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung setze BS Energy auf die Kombination verschiedener treibhausgasneutraler Erzeugungsanlagen. Welche regenerativen Energiequellen das größte Potenzial bieten und wie diese zukünftig genutzt werden können, untersucht BS Energy ergebnisoffen in laufenden Studien.

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