Fraunhofer ZESS eröffnet neue Forschungsstätte in Braunschweig

Das Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig ist offiziell eröffnet. Für rund 49,85 Millionen Euro entstand eine Forschungsinfrastruktur, in der künftig an Festkörperbatterien und Wasserstofftechnologien gearbeitet wird.

Der Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig wurde offiziell eröffnet.
Der Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig wurde offiziell eröffnet. | Foto: Fraunhofer-Institut

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Braunschweig. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat am gestrigen Montag den Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig eröffnet. Bund und Land Niedersachsen investierten rund 49,85 Millionen Euro in den Forschungsbau. Dort sollen unter anderem Festkörperbatterien und Wasserstofftechnologien weiterentwickelt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts.


Auf rund 3300 Quadratmetern stehen den Forschenden moderne Labor- und Forschungsflächen zur Verfügung. Dazu gehören etwa 1750 Quadratmeter Laborfläche und ein 450 Quadratmeter großer Trockenraum. Ziel des Zentrums ist es, neue Technologien für Energiespeicher zu entwickeln und schneller in industrielle Anwendungen zu überführen.

Forschung für Batterie und Wasserstoff


Über Zukunftsperspektiven von Batterie- und Wasserstofftechnologien diskutierten Expertinnen und Experten im Rahmen einer Panel-Session
Über Zukunftsperspektiven von Batterie- und Wasserstofftechnologien diskutierten Expertinnen und Experten im Rahmen einer Panel-Session Foto: Fraunhofer-Institut


Bei der Eröffnung mit rund 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bezeichnete Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, Batterie- und Wasserstofftechnologien als wichtige Faktoren für die Energie- und Mobilitätswende sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Das Fraunhofer ZESS solle dazu beitragen, Forschungsergebnisse in industrielle Anwendungen zu überführen.

Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs verwiesen auf die Bedeutung des Zentrums für die technologische Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Mohrs betonte zudem die Einbindung des ZESS in das niedersächsische Batterie- und Wasserstoffökosystem.

Vernetzung mit der TU Braunschweig


Für Braunschweig sei der Forschungsbau ebenfalls ein wichtiger Impuls, sagte die städtische Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Prof. Anja Hesse. Die Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig, Prof. Angela Ittel, hob die Zusammenarbeit mit der Batterieforschung der Universität hervor. Das ZESS ergänze unter anderem die Battery LabFactory und das Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells (CPC).

Das Zentrum verbindet verschiedene Bereiche der Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Materialien und Produktionstechnologien bis zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Schwerpunkte sind insbesondere Festkörperbatterien und Wasserstofftechnologien. Das ZESS arbeitet dabei mit der TU Braunschweig, weiteren Fraunhofer-Einrichtungen und Industriepartnern zusammen.

Nachhaltigkeit auch beim Gebäude


Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Perspektiven von Batterie- und Wasserstofftechnologien. Als zentrale Faktoren für den Erfolg wurden unter anderem Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ein schneller Technologietransfer sowie die Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte genannt.

Auch der Forschungsbau selbst ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Die Holz-Hybrid-Konstruktion kommt mit reduziertem Betoneinsatz aus. Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassade, begrünte Dachflächen und ein energieeffizientes Gebäudekonzept sollen den Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren. Die flexibel nutzbaren Forschungsflächen ermöglichen zudem eine Anpassung an künftige Anforderungen.

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