Ganztagsbetrieb: Grundschulen sollen durch Modulbauten erweitert werden

Vier weitere Grundschulen sollen auf die geplante Ganztagsbetreuung vorbereitet werden.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Braunschweig. Die Stadtverwaltung schlägt den Ratsgremien vor, vier weitere Grundschulen in Ganztagsschulen umzuwandeln um den Ganztagsausbau auch vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 zu beschleunigen. Die Umwandlung an diesen vier Schulen soll durch zusätzliche Gebäude erfolgen, die in Modulbauweise errichtet werden. Dies gilt für die Grundschulen Hondelage, Mascheroder Holz, Timmerlah und Veltenhof. Dies teilt die Stadt mit.



Bisher sind 21 von 39 Braunschweiger Grundschulen Ganztagsgrundschulen. Weitere sieben sind bereits in Planung bzw. bereits im Bau. Die beiden Grundschulen Melverode und Stöckheim gehen jetzt zum neuen Schuljahr 2024/2025 an den Start. Für den Ganztagsausbau der jetzt in Modulbauweise vorgesehenen vier weiteren Grundschulen werden in den kommenden Jahren Ausgaben in Höhe von etwa 32,4 Millionen Euro erwartet, die bereits im Investitionsprogramm bis 2029 vorgesehen sind.

Die Modulbauweise soll sowohl bei der Planung als auch bei der Bauausführung für Synergien sorgen. Jede Schule wird mit Modulen ausgestattet, die, ausgehend vom Standardraumprogramm einer dreizügigen Schule, eine Nutzfläche von 541 Quadratmeter haben und die Anforderungen der Ganztagsinfrastruktur gut abdecken. Diese Module werden Räume für Mensa und Küchenbereich, Pflegeraum und eine kleine Toilettenanlage im Erdgeschoss beinhalten. Zusätzlich werden für den Ganztagsbetrieb erforderliche Räume wie Freizeitbereich, Betreuungsraum, Lagerraum und Büro für Kooperationspartner geschaffen. Bei der Grundschule Mascheroder Holz sollen dagegen einige Allgemeine Unterrichtsräume und Differenzierungsräume im Modulbau abgedeckt werden, und die Ganztagsräume im bisherigen Gebäude.

Stadt bereits gut aufgestellt?


"Braunschweig ist bei der ganztägigen Betreuung der Grundschulkinder bereits vergleichsweise gut aufgestellt. Der weiterhin notwendige Ausbau der Ganztagsinfrastruktur bedeutet jedoch eine Herausforderung – bei unzähligen Hochbauprojekten der kommenden Jahre", sagte Schuldezernentin Dr. Christina Rentzsch. "Gleichwohl ist es auch unsere Überzeugung, dass dieses Ziel zeitgemäß ist, weil es die Situation in den Schulen verbessert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärkt. Um das zu schaffen, sind Lösungen in der Umsetzung gefragt, die Schnelligkeit ebenso wie bauliche und funktionale Qualität ermöglichen. Daher schlagen wir eine Modulbauweise dort vor, wo sie sinnvoll ist."

Die Stadtverwaltung gehe davon aus, dass die vier Schulen spätestens mit Beginn des Schuljahres 2029/2030 als Ganztagsschulen arbeiten können. Über das Raumprogramm für die Modulbauten entscheidet der Verwaltungsausschuss Ende Oktober.

Für die verbleibenden, noch als Halbtagsgrundschule arbeitenden Standorte seien Modullösungen nicht möglich. Die notwendigen Erweiterungen um die erforderlichen Ganztagsressourcen erfolgen als individuelle bauliche Einzellösung.


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