Gqeberha: Afrikanische Städtepartnerschaft beschlossen

Über eine Partnerschaft mit der Stadt aus der südafrikanischen Region Eastern Cape wurde im Rat abgestimmt.

von Alexander Panknin


Zu sehen ist die Stadt Gqeberha ehemals Port Elizabeth.
Zu sehen ist die Stadt Gqeberha ehemals Port Elizabeth. Foto: Pixabay

Braunschweig. Am heutigen Dienstag tagte der Rat der Stadt. Unter anderem wurde darin eine Städtepartnerschaft zwischen Braunschweig und der afrikanischen Stadt Gqeberha beschlossen. Die Gemeinsamkeiten und das große Potenzial zur Schaffung von Synergien auf wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Ebene sprachen letztlich für einen Bund zwischen den beiden Städten - obgleich man die genauen Kosten noch nicht abschätzen könne.


Lesen Sie auch: Grüne Gleise: Sanierung verschoben - Droht eine Streckenstilllegung?


Wie aus der Beschlussvorlage zu entnehmen ist, habe es auf Vorschlag des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport Boris Pistorius bereits im September einen Besuch einer Delegation aus der südafrikanischen Provinz Eastern Cape (Ostkap) in Braunschweig gegeben. Die südafrikanischen Delegationsmitglieder trugen bei dieser Gelegenheit den Wunsch nach einer Städtepartnerschaft mit einer Stadt in der südafrikanischen Region Eastern Cape an die Stadt Braunschweig heran. Auch das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport habe sich dafür ausgesprochen, dass die Löwenstadt Braunschweig als Sportstadt, Wissenschafts- und Industriestandort eine Partnerschaft mit einer Kommune in der Partnerregion Eastern Cape in Erwägung ziehen würde.

Gemeinsame Interessen


Das Land Niedersachsen pflege seit 1995 eine Regionalpartnerschaft mit der südafrikanischen Region Eastern Cape. Zudem wolle man mit den Aktivitäten im Rahmen dieser Partnerschaft zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeits- und Entwicklungsziele (Agenda 2030 – Sustainable Development Goals – SDGs) beitragen und weiterhin eine Bleibeperspektive vor Ort fördern.

Die Schwerpunkte der gemeinsamen Projekte soll in den Bereichen wissenschaftliche Zusammenarbeit und qualifizierte berufliche Bildung (zum Beispiel Fahrzeugtechnik, Lehrerfortbildung, digitale Bildungsangebote), Jugendbegegnungen/Jugendkulturarbeit, Sport, erneuerbare Energien (Mini-Grid, Solarenergie), nachhaltige, ländliche Entwicklung und Gesundheit liegen.

Die 170.000 Quadratkilometer große Region Eastern Cape sei die zweitgrößte von insgesamt neun Provinzen Südafrikas. Mit 6,6 Millionen Einwohnern stehe die Provinz an dritter Stelle der gesamten südafrikanischen Bevölkerung. Hauptstadt des Eastern Cape ist Bhisho. Die größte Stadt ist Gqeberha (ehemals: Port Elizabeth). Für Südafrika sei Deutschland zweitwichtigster bilateraler Handelspartner; für Deutschland sei Südafrika mit einem Handelsvolumen von mehr als 15 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent.

Städtepartnerschaften gehörten zu öffentlichkeitswirksamen und langfristig effektiven Methoden, um Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenzuführen. Gerade in Zeiten zunehmender Globalisierung und Urbanisierung seien Städtepartnerschaften ein wirksames Mittel zur internationalen Vernetzung, die neben den Bürgern auch die Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur der jeweiligen Städte zugutekommt. So heißt es in der Vorlage weiter.

Kosten nicht absehbar


Wie viel eine solche Städtepartnerschaft kosten würde, konnte die Verwaltung im Vorfeld nicht beziffern. Eine entsprechende Anfrage beantwortete sie so: "Die Kosten für eine Städtepartnerschaft können nicht pauschal beziffert werden, da ihre Höhe von der Intensität der konkreten Ausgestaltung und des Austausches zwischen den Partnerstädten abhängig ist."

Der Gründung einer Städtepartnerschaft der Stadt Braunschweig mit der Stadt Gqeberha in der südafrikanischen Region Eastern Cape wurde durch den Rat der Stadt trotzdem zugestimmt.


mehr News aus Braunschweig