Im Ernstfall alle wichtigen Informationen aus einer Hand

Die SPD-Ratsfraktion beantragt einen Leitfaden für Braunschweiger Krisenvorsorge. Dadurch soll die Löwenstadt widerstandsfähiger werden.

Das Rathaus in Braunschweig. Symbolbild
Das Rathaus in Braunschweig. Symbolbild | Foto: Axel Otto

Braunschweig. Extremwetterereignisse und neuartige Bedrohungslagen: Die Herausforderungen für Kommunen, ihre Bürgerinnen und Bürger sowie die hiesige Wirtschaft haben zugenommen. Zur ersten Ratssitzung des neuen Jahres am Dienstag, 10. Februar, möchte die SPD-Ratsfraktion daher bei der Stadtverwaltung einen Leitfaden zur Krisenvorsorge in Auftrag geben. Das teilt die Fraktion in einer Pressemeldung mit.



„Bevölkerung und Unternehmen brauchen im Ernstfall Informationen aus einer Hand“, macht Matthias Disterheft, feuerwehrpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, deutlich. „Ein öffentlich zugänglicher Leitfaden ist daher gleich in doppelter Hinsicht nützlich: Er dient im Krisenfall als Orientierung und ermöglicht es zugleich, bereits im Vorfeld zu prüfen, ob man für Extremlagen ausreichend vorgesorgt hat.“

Widerstandsfähigkeit der Stadt


Das zentrale Schlagwort sei aus Sicht von Disterheft die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit unserer Stadt: „Braunschweig muss resilient sein, wir müssen uns wappnen – sowohl im Zivil-, als auch im Bevölkerungsschutz“, betont er. Der Leitfaden solle daher nicht nur Vorsorgemaßnahmen empfehlen, sondern auch konkrete Hilfestellungen geben – beispielsweise für den Fall eines Stromausfalls im Stadtgebiet.

„Hierzu könnten in einem solchen Leitfaden unsere bereits vorhandenen Notanlaufstellen, die sogenannten Leuchttürme, verzeichnet sein“, so Disterheft, der sich selbst ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert. Auch müsse im Leitfaden dargestellt werden, wie im Ernstfall die Kommunikation mit Behörden und Rettungsdiensten ablaufen sollte. „Ein reibungsloser Informationsfluss und eine Verknüpfung der bestehenden Warnsysteme muss auch bei Energieausfällen sichergestellt sein.“

Verschiedene Fäden zusammenführen


Disterheft unterstreicht zudem, dass die Stadt Braunschweig bereits gut auf Ausnahmesituationen vorbereitet sei. So habe die SPD-Fraktion bereits vor einigen Jahren die Planung eines Katastrophenschutzkonzeptes für die Stadt Braunschweig durchgesetzt. „Nun gilt es, die verschiedenen Fäden zusammenzuführen und für Bevölkerung wie Wirtschaft transparent darzustellen. Mit unserem Ratsantrag gehen wir hierzu den ersten Schritt“, unterstreicht der SPD-Ratsherr.