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Im Schnitt 77 Abstriche am Tag: Ministerin Reimann zu Besuch im Diagnostikzentrum

Das Zentrum der Kassenärztlichen Vereinigung koordiniert die Abstriche für die gesamte Region. Sozialministerin Dr. Carola Reimann stattete der Einrichtung einen Besuch ab und würdigte die Arbeit.

von Alexander Dontscheff


Der Corona-Abstrich-Drive-Inn soll nur nach vorheriger Terminvergabe angefahren werden.
Der Corona-Abstrich-Drive-Inn soll nur nach vorheriger Terminvergabe angefahren werden. Foto: Alexander Dontscheff

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08.04.2020

Braunschweig. Anfang März nahm das Corona-Diagnostikzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN), das die Abstriche für die gesamte Region koordiniert, seinen Betrieb auf (regionalHeute.de berichtete). Am heutigen Mittwoch, also rund einen Monat später, besuchte Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann die Einrichtung, um dessen Arbeit zu würdigen und um gemeinsam eine Zwischenbilanz zu ziehen.


Insgesamt seien 2.305 Abstriche durchgeführt worden (Stand 7. April), berichtete Dr. Thorsten Kleinschmidt von der KVN. Im Schnitt seien dies 77 am Tag. Einige Landkreise in der Region würden aber auch zusätzlich in Eigenregie Tests durchführen. Diese kämen bei der Gesamtzahl hinzu. Die Anzahl der mit Corona Infizierten spiegele in etwa auch die Bevölkerungsverhältnisse wider - sowohl innerhalb der Region, als auch der Region Braunschweig im gesamten Land Niedersachsen, so der Vorsitzende des Bezirksausschusses der KVN. In Braunschweig würden allerdings im Verhältnis zur Bevölkerungszahl überproportional viele Tests durchgeführt.


Dr. Carola Reimann und Dr. Thorsten Kleinschmidt bei der Präsentation. Foto: Alexander Dontscheff


Die Tests werden mittlerweile ausschließlich durch die Corona-Mobile und im Drive-Inn durchgeführt. Beides allerdings nur nach vorherigem Telefonkontakt und Terminabsprache. So werden etwa die Termine für das Drive-Inn von einem Team von fünf Medizinstudenten koordiniert, die sich freiwillig für diese Arbeit gemeldet hatten. Wie Stefan Hofmann, Geschäftsführer der KVN Bezirk Braunschweig, lobend erwähnte, führten diese ihre Arbeit äußerst gewissenhaft und vorbildlich aus.


Dr. Carola Reimann mit drei der fünf Studenten, die die Termine für den Drive-Inn koordinieren. Foto: Alexander Dontscheff


Prinzipiell haben mögliche Testkandidaten die Wahl, ob sie den Drive-Inn oder das Corona-Mobil nutzen. Das wird in den vorherigen Gesprächen geklärt. Wer sich noch gut genug fühlt, sollte möglichst, den Drive-Inn nutzen, da dies für die KVN weniger Aufwand bedeute. In der Regel seien zwei bis drei Corona-Mobile im Einsatz, berichtet Jens Lehmann, Assistent der Geschäftsführung der KVN Braunschweig. Diese würden zwischen Goslar und Gifhorn, sowie Helmstedt und Peine gehörige Fahrtstrecken bewältigen.


Jens Lehmann und Dr. Carola Reimann mit einem Corona-Mobil der Johanniter. Foto: Alexander Dontscheff


Ministerin Carola Reimann war voll des Lobes für die Arbeit des Diagnostikzentrums. Es sei nicht in allen Bundesländern selbstverständlich, dass sich die Kassenärztliche Vereinigung so einsetze. Und dies bereits seit Anfang März. Mit 40 freiwilligen Ärzten und weiteren 35 Mitarbeitern seien äußerst viele bereit, mitzuwirken.

"Zahlen rund um Ostern nicht überbewerten"


Dass der Anstieg der Corona-Zahlen derzeit etwas zurückginge, wollte die Sozialministerin nicht überbewerten. Ähnlich wie an Wochenenden eine gewisse Delle bei den Erfassungen zu verzeichnen sei, gelte das wohl auch für Ostern und die Wochen davor und danach.


Carola Reimann besuchte auch die Telefonzentrale der KVN Braunschweig, wo seit mehreren Wochen die Leitungen heiß laufen. Foto: Alexander Dontscheff


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