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Mann will Päckchen aus Westafrika abholen: Hauptzollamt vermutet Drogendelikt

"Dass jemand freiwillig ins Zollamt kommt, um ein Päckchen mit Drogen abzuholen, habe ich noch nicht erlebt", so Presseprecher Andreas Löhde.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Hauptzollamt Braunschweig

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14.02.2020

Braunschweig. Am 10. Februar erschien ein polizeibekannter Mann im Zollamt Göttingen, um eine Postsendung aus seiner westafrikanischen Heimat abzuholen. In dem kleinen Päckchen befand sich nichts außer einem unbeschrifteten Tütchen mit braunem Pulver. Daraus wolle er sich Tee kochen, erklärte der Empfänger. Nachdem die Zollbeamten ihm mitteilten, dass ihm die Substanz ohne Untersuchung nicht überlassen würde, hinterließ er seine Kontaktdaten. Der Zoll solle sich melden, wenn er mit der Untersuchung fertig sei. Dies berichtet das Hauptzollamt Braunschweig.


Der Verdacht, dass es sich bei dem Pulver um Opiate handele, bestätigte sich rasch. nach eienr Durchsuchungsaktion in dem Wohnheim des Westafrikaners, stellten die Zollbeamten weitere Substanzen fest, die der Mann als Medizin ausgab.

Zum weiteren Verlauf:

Tatsächlich hörte er schon am nächsten Tag vom Zoll, als Zollbeamte, unterstützt von der Landespolizei in Göttingen samt Drogenspürhund, in dem Wohnheim des Empfängers einen Durchsuchungsbeschluss vollstreckten. Schon der Drogenschnelltest im Zollamt hatte das Pulver als Opiat ausgewiesen und auf richterlichen Beschluss wurde nun die Wohnung des Westafrikaners auf weitere Rauschgifte durchsucht. Tatsächlich wurde eine weitere Menge der Substanz, die der Mann nun als Medizin beschrieb, gefunden und beschlagnahmt.

"Dass jemand freiwillig ins Zollamt kommt, um ein Päckchen mit Drogen abzuholen, habe ich noch nicht erlebt", erklärt Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig das Außergewöhnliche an diesem Fall. Besonders hinweisen möchte er jedoch auf noch etwas: "Gefreut habe ich mich über die gute und vor Allem schnelle Zusammenarbeit zwischen Zoll, Polizei und Justiz!" Wie es mit dem Mann weitergeht, liegt jetzt in den Händen der zuständigen Behörden.


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