Müller (CDU) zu Syrien: "Der Militärschlag war angemessen"


Carsten Müller. Foto: CDU
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Berlin. Die Angriffe auf Syrien werden zurzeit in den öffentlichen Medien stark diskutiert und vielfach kritisiert. Wie ist die Rolle Deutschlands dabei und wie stehen unsere Politiker dazu? regionalHeute.de hat nachgefragt. Der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller (CDU) nahm dazu Stellung.


Das Statement von Carsten Müller (ungekürzt und unkommentiert):

"Wer die internationale Gemeinschaft betrügt und chemische Waffen gegen Menschen einsetzt, wie es der syrische Diktator offensichtlich getan hat, muss zwingend mit Konsequenzen rechnen. Angesichts der fortlaufenden Blockaden im UN-Sicherheitsrat durch Russland haben die USA, Großbritannien und Frankreich als ständige Mitglieder dieses Gremiums richtig reagiert: Der Militärschlag war angemessen, zielgerichtet und ein unmissverständliches Zeichen an Assad, dass solche Verbrechen nicht hingenommen werden. Dass sich Deutschland daran hätte aktiv beteiligen sollen, ist nicht meine Überzeugung. Zum einen übernimmt die Bundeswehr in vielen Krisenregionen der Welt bereits Verantwortung und hilft im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zum anderen heißt für mich, Verantwortung zu übernehmen, nicht immer auch automatisch, militärisch aktiv zu werden. Die Rolle Deutschlands in der Syrien-Frage sehe ich vielmehr auf dem diplomatischen Parkett. Hier werden wir im Verbund mit der EU darauf hinwirken, dass das Chemiewaffenverbot eingehalten sowie eine dauerhafte Lösung des langen, blutigen Bürgerkriegs in Syrien erreicht wird. Die in der begrenzten militärischen Intervention zum Ausdruck gebrachte Entschlossenheit muss jetzt zwingend für ein Drängen auf eine diplomatische Lösung genutzt werden."


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