Braunschweig. Bereits in der vergangenen Woche wurde angekündigt, dass es in Braunschweig einen Krisenstab geben wird, falls es einen bestätigten Corona-Fall in der Stadt gibt. Dies ist nun seit dem gestrigen Mittwochabend der Fall. Das wurde im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag bestätigt.
Die Pressekonferenz zum ersten Coronavirus-Fall in Braunschweig zum Nachhören in voller Länge
"Die Infektionskette so gut wie möglich unterbrechen"
Die erkrankte Frau habe sich im Urlaub auf den Kanaren angesteckt, weise aber keine schweren Symptome auf. Sie befindet sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt in häuslicher Isolation. Es würden jetzt alle Personen ermittelt, mit denen die Person Kontakt hatte. "Eine komplette Rückverfolgung aller Infektionswege wird uns nicht möglich sein, aber wir versuchen, die Infektionskette so gut wie möglich zu unterbrechen", betont Christine Arbogast.
Christine Arbogast, Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig zu der Frage, was das Coronavirus von der Grippe unterscheidet.
"Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln ist nicht in Gefahr!"
"Wichtig ist regelmäßiges Händewaschen, jeder kann selbst dazu beitragen, sein Infektionsrisiko zu reduzieren. Besonders wenn Sie vorerkrankt sind, sollten Sie große Menschenmengen meiden. Und nochmal: Ein Mundschutz bringt Ihnen gar nichts. Und es ist überhaupt nicht notwendig, sich an den Hamsterkäufen zu beteiligen. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln ist nicht in Gefahr!", so Torge Malchau.
Die Löwenclassics finden statt
Man habe sich auch mit der Frage befasst, ob Großveranstaltungen stattfinden können oder nicht. Da nehme man die Veranstalter in die Verantwortung. "Wir weisen die Veranstalter darauf hin, die Hygienehinweise deutlich zu kommunizieren. Wir werden keine hundertprozentige Garantie geben können, aber wir sehen auch nicht den Punkt erreicht, an dem wir sagen müssten, das öffentliche Leben muss jetzt zum Stillstand kommen", so Christine Arbogast. Die Löwenclassics finden jedenfalls wie angekündigt statt. Sollten Corona-Fälle in Schulen oder Kitas auftreten, dann würde man die Einrichtung schließen.