Braunschweig. Am Montag berichtete regionalHeute.de über den Brand eines Treckers, der während Mäharbeiten auf einer Wiesenfläche zwischen Waggum, Bevenrode und Hondelage in Flammen aufgegangen war. Nun meldete sich der Verein, dem der Trecker gehörte, bei der Redaktion, um auf das große Problem aufmerksam zu machen, das durch den Verlust entstanden ist.
Seit 35 Jahren gibt es den Förderkreis Umwelt und Naturschutz Hondelage e.V. (FUN), der im Nordosten von Braunschweig Umwelt-, Natur- und Klimaschutz betreibt. Der zerstörte Trecker war dabei ein wichtiges Werkzeug, wie Vereinsmitglied Rochus Jonas berichtet. Der Verlust habe weitreichende Folgen.
Viele Arbeiten nicht durchführbar
"Der Trecker ist für unsere praktische Naturschutzarbeit von zentraler Bedeutung. Ohne einen geeigneten Traktor können wir einen erheblichen Teil der Arbeiten auf unseren über 160 Hektar naturschutzorientiert bewirtschafteten Flächen nicht mehr umfassend durchführen", so Jonas. Der Traktor werde beispielsweise benötigt, um die Wiesen zu mähen und das Heu einzubringen, Weidezäune über viele Kilometer zu errichten und instand zu halten sowie mit einer Rammvorrichtung die dafür notwendigen Pfosten zu setzen.
Auch beim Bau und der Unterhaltung der zahlreichen großen Holzunterstände für die Tiere und der Pflege des Schneitelwaldes sei der Traktor unverzichtbar. "Darüber hinaus benötigen wir ihn, um unsere Rinder von einer Weide auf die andere umzusetzen und die Beweidung so zu steuern, dass die Flächen naturschutzgerecht gepflegt und nicht überweidet werden", berichtet Rochus Jonas weiter.
Entwicklung wertvoller Biotope
Die Bewirtschaftung der Flächen diene dem Erhalt und der Entwicklung wertvoller Biotope und Lebensräume und leiste damit auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz. Wasserbüffel und Schottische Hochlandrinder würden dabei eine wichtige Funktion in der Landschaftspflege übernehmen, durch die auf den Flächen des Projekts die Artenvielfalt und Biodiversität gefördert werden.
Der Brand habe den Verein deshalb vor ein großes und vor allem sehr kurzfristig zu lösendes Problem gestellt. "Wir müssen möglichst schnell wieder einen geeigneten Traktor beschaffen. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel übersteigen das kurzfristig verfügbare Budget des ehrenamtlich getragenen Vereins deutlich", erläutert Jonas.
Versicherung zahlt nur Zeitwert
Zwar springt bei Bränden durch technischen Defekt in der Regel die Teilkasko-Versicherung ein. Doch wie Rochus Jonas im Gespräch mit regionalHeute.de erklärt, würde die Versicherung nur den Zeitwert des Treckers ersetzen. Für eine Neuanschaffung - der Verein geht von gut 100.000 Euro aus - reiche das nicht. Zudem dauere die Abwicklung mit der Versicherung seine Zeit. Und man benötige sofort Ersatz. Daher habe man jetzt einen Spendenaufruf gestartet.
"Jeder Beitrag hilft uns, die praktische Arbeit auf den Flächen und die sichere Versorgung unserer Rinder möglichst schnell wieder aufnehmen zu können. Wir hoffen insbesondere auch auf Unterstützung aus der Braunschweiger Bürgerschaft und von Unternehmen aus der Region", heißt es seitens des Vereins.
Spenden können direkt auf das Vereinskonto (Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V., Volksbank BraWo, IBAN: DE82 2699 1066 8373 7360 00, BIC: GENODEF1WOB) erfolgen: Kennwort: Treckerbrand. Weitere Informationen zum Umweltprojekt findet man hier.

