Nächste Mega-Baustelle kommt: Diese Straße wird umfassend saniert

Da es sich um die Ortsdurchfahrt im Zuge einer Bundesstraße handelt, ist auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr involviert.

Symbolbild
Symbolbild | Foto: Matthias Kettling

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erneuern in einem Gemeinschaftsprojekt die Celler Heerstraße (B214) in Watenbüttel. Darüber informiert die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.



Die desolate Fahrbahn wird einschließlich der Gossen bis zur Hans-Jürgen-Straße saniert. Um den östlichen Ortseingang am Schlesierweg deutlicher zu markieren und die Geschwindigkeit des einfahrenden Verkehrs zu reduzieren, wird dort eine Mittelinsel gebaut. Die beiden Bussteige der Haltestelle Schlesierweg sind künftig barrierefrei. Auch der Radweg zwischen der Anbindung der A392 und dem Ortseingang wird erneuert. Damit wird eine vom Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben beschlossene Planung nach vorheriger erfolgter Zustimmung des Stadtbezirksrats 321 umgesetzt.

Beginn der Arbeiten im März


Die Sanierungsmaßnahme des Landes wurde im Rahmen der städtischen Baustellenkoordinierung zum Anlass genommen, sämtliche Maßnahmen in diesem Bereich zeitlich parallel zu einem verzahnten Prozess zusammenzufassen. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am 9. März und erstrecken sich bis in den Spätsommer.

Ortsdurchfahrt wird Einbahnstraße


Mit Baubeginn wird die Ortsdurchfahrt für den Kfz-Verkehr zur Einbahnstraße in Richtung Ortsmitte. Der Verkehr in Richtung Braunschweiger Innenstadt wird über die Hans-Jürgen-Straße und weiter über Kanzlerfeld und Lehndorf geführt. Weiterhin kann der Verkehr den Bereich über die Autobahnen 2 und 391 weiträumig umfahren. Fußgänger und Radfahrer können den Baubereich während der gesamten Zeit passieren und werden sicher am Baufeld vorbeigeführt.

"Die Verwaltung hat die Verkehrsführung für die anstehenden Arbeiten intensiv geprüft und abgewogen. Prioritär wurde versucht, beide Fahrtrichtungen aufrecht zu erhalten", betont Stadtbaurat Gerold Leppa. "Auch eine Vollsperrung zugunsten einer noch kürzeren Bauzeit wurde geprüft, erwies sich aber als nicht realisierbar, weil die Anliegerverkehre aufrechterhalten werden müssen."

Gründe für die Einbahnstraßenregelung


Mehrere Gründe machen eine temporäre Einbahnstraßenregelung für den Kfz-Verkehr während der Bauphase erforderlich: Die Ortsdurchfahrt ist zu eng, um eine Fahrspur je Richtung einzurichten und gleichzeitig die erforderlichen Arbeiten durchzuführen. Dies gilt insbesondere im Blick auf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, Busse und Lkw, die den Bereich weiterhin passieren können müssen.

Lageplan der Baumaßnahme.
Lageplan der Baumaßnahme. Foto: Stadt Braunschweig


Eine abwechselnde Verkehrsführung mit Baustellenampel würde aufgrund der Länge des Baubereichs und des üblichen hohen Verkehrsaufkommens zu erheblichen Staus in beiden Fahrtrichtungen führen. Dies haben frühere Baumaßnahmen im gleichen Bereich gezeigt. Linienbusse fahren stadtauswärts auf der üblichen Route. In Richtung Braunschweiger Innenstadt werden sie die Umleitung über Kanzlerfeld und Lehndorf nutzen.

Die im Baustellenbereich liegenden Geschäfte und Betriebe – zum Beispiel Bäcker, Hofladen, Tankstelle, Kiosk Lebensmittelmarkt – können durchgängig aus Richtung Innenstadt angefahren werden und sind darüber hinaus im ersten und letzten Bauabschnitt auch aus der Gegenrichtung (aus Richtung Hans-Jürgen-Straße) erreichbar. Nur während der Arbeiten im Bereich 1 (siehe anliegende Skizze) ist auch in diesem Bereich nur die Fahrt in Richtung Hans-Jürgen-Straße möglich.

"Allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern wird während der Bauphase einiges abverlangt. Ich kann sie alle nur um Verständnis bitten", so Leppa weiter. "Wir werden alles daran setzen, die Baumaßnahme so zügig wie möglich voranzubringen, um die Auswirkungen für Anwohner und Geschäftsanlieger so gering wie möglich zu halten. Mit der Fertigstellung werden die Celler Heerstraße und ihre Nebenanlagen in diesem Bereich spürbar modernisiert und aufgewertet sein."

Dieser Bauablauf ist geplant:


Baubeginn ab 9. März
Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung von Braunschweig kommend in Richtung Westen zwischen dem Knoten B214/K1/A392 und dem Friedhof Watenbüttel
Arbeiten an der nördlichen Fahrbahn zwischen dem Knoten B214/K1/A392 bis Höhe Friedhof Watenbüttel, Bereiche 2 und 3 (bis Mitte April)
Arbeiten an der nördlichen Fahrbahn vom Schlesierweg bis zur Hans-Jürgen-Straße, Bereiche 1 und 2 (Mitte April bis Mitte Mai)
Arbeiten an der südlichen Fahrbahn vom Schlesierweg bis zur Hans-Jürgen-Straße, Bereiche 1 und 2 (Mitte Mai bis Mitte Juni)
Arbeiten an der südlichen Fahrbahn vom Knoten B214/K1/A392 bis auf Höhe Friedhof Watenbüttel, Bereiche 2 und 3 (Mitte Juni bis Mitte August)
Vollständige Aufhebung der Verkehrseinschränkungen ab Mitte August

Nebenstraßen provisorisch erreichbar


Die von der Celler Heerstraße abgehenden Nebenstraßen bleiben zumindest provisorisch erreichbar, ausgenommen eine kurze Zeitspanne für die abschließende Asphaltierung. Darüber wird rechtzeitig informiert.

Die Anwohnerinnen und Anwohner werden in diesen Tagen von der Baufirma sowie der Stadtverwaltung per Wurfsendung über das Bauprojekt und die Verkehrsführung informiert. Das Schreiben der Baufirma enthält auch einen Ansprechpartner für Fragen aus der Bevölkerung.