Neubau oder Umzug: So geht es weiter beim Jugendzentrum B58

Eine Machbarkeitsstudie soll noch dieses Jahr klären, wie sich die Nachbar-Immobilie mit einbeziehen lässt.

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Archivbild | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Kinder- und Jugendzentrum, Braunschweiger Konzertlocation, Brutstätte regionaler Newcomer-Bands: Das B58 am Bültenweg erfüllt viele Zwecke – und das bereits seit Jahrzehnten. Als "Leuchtturm der Jugend- und Kulturarbeit in Braunschweig", hatte Nicole Palm (stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, SPD) die traditionsreiche Einrichtung einst bezeichnet. Das Gebäude selbst ist aber schon lange auch in einem bedauernswerten Zustand. Es soll sich aber bald etwas tun. So ist momentan der Sachstand.



Wie es um die Planung steht und wie es mit dem Bauwerk weitergeht, das interessierte unter anderem jetzt auch die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Grüne, die im Kinder- und Jugendausschuss eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung stellte. Darin heißt es: "Das Kinder- und Jugendzentrum B 58 ist seit Jahren in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand und soll daher komplett neu gebaut werden."

Wie weit ist die Planung?


So weit, so gut – doch wann folgen konkrete Schritte? Die Stadtratsfraktion der Grünen merkte daher in Anbetracht der als Planungsmittel in den aktuellen Haushalt eingebrachten 100.000 Euro an: "Diese Mittel lassen erwarten, dass konkrete Planungsschritte vorbereitet oder bereits eingeleitet wurden. Bislang liegen jedoch weder dem Jugendhilfeausschuss noch der Öffentlichkeit Informationen darüber vor, ob und in welchem Umfang mit der Vorhabenplanung begonnen wurde".

Auf Nachfrage von regionalHeute.de bestätigt die Stadtverwaltung: "Im geltenden Doppelhaushalt 2025/2026 sind für 2026 finanzielle Mittel zur Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für das B58 enthalten." Bei dieser Studie soll es auch und besonders um den benachbarten ehemaligen Fliesenhandel – "Fliesen-Kontor" – auf dem gleichen Grundstück gehen. Die Studie soll diesen in den Fokus nehmen und dessen Potenziale, bauliche Entwicklungsmöglichkeiten und Nutzbarmachung für das B58 bewerten.

Ziel soll sein, einen finanziell effizienteren Lösungsansatz im Vergleich zur bestehenden Machbarkeitsstudie aus 2018 zu erarbeiten. Es geht also dabei auch um die Möglichkeit, das B58 in den Fliesenhandel zu verlagern und einen Neubau somit zu umgehen.

Machbarkeitsstudie soll dieses Jahr durchgeführt werden


Bis die ersten Bagger anrollen, werden sich alle Beteiligten wohl noch eine ganze Weile gedulden müssen. Die Machbarkeitsstudie soll aber immerhin in diesem Jahr abgeschlossen sein. "Für 2026 sind die Ausschreibung und Durchführung der Machbarkeitsstudie vorgesehen. Derzeit laufen Abstimmungen der beteiligten Fachverwaltungen, um die inhaltlichen Rahmenbedingungen der auszuschreibenden Machbarkeitsstudie zu fixieren", heißt es aus der Stadtverwaltung.

Sobald Ergebnisse der Studie vorliegen, werde die Verwaltung auch über den genauen Zeitplan für die baulichen Schritte berichten.

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